35. Sindelfinger Hallenfußball-Gala 2017/2018 | 16.12.17 - 14.1.18
35. Sindelfinger Hallenfußball-Gala 2017/2018 | 16.12.17 - 14.1.18

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Kreiszeitung Böblinger Bote - KRZ

Nürnberger U21 besiegt im Finale die U23 der Stuttgarter Kickers

Sieger der 32. Hallen-Fußballgala im Sindelfinger Glaspalast: Die U21 des 1. FC Nürnberg. Foto: Bischof

12.1.15 | KRZ-Online

Die U21 des 1. FC Nürnberg ist Sieger der 32. Sindelfinger Hallenfußballgala. Das Finale gegen die U23 der Stuttgarter Kickers schien schon verloren. Bis kurz vor Schluss führten die Kickers mit 2:0, kassierten dann jedoch noch den Ausgleich. Im Neunmeterschießen hatten die Franken mit 7:6 das bessere Ende für sich.

Zum besten Torhüter wurde Tobias Trautner von den Stuttgarter Kickers gewählt, bester Spieler wurde Julian Wießmeier von der U21 des 1. FC Nürnberg. Bester Torschütze mit neun Treffern wurde Steffen Lauser von der SpVgg Holzgerlingen, die jedoch bereits im Achtelfinale ausschied.

Am Sonntagmorgen hatten sich zuvor der TV Darmsheim, die SpVgg Holzgerlingen und der VfL Herrenberg fürs Achtelfinale qualifiziert. Von den Kreisvereinen blieb hier lediglich die SKV Rutesheim auf der Strecke. Am Nachmittag kamen noch der TSV Schönaich und der GSV Maichingen in die Runde der besten Sechzehn.

Im Achtelfinale erwischte es sowohl den TV Darmsheim, der 0:1 gegen den Vfl Herrenberg unterlag, als auch die SpVgg Holzgerlingen, die gegen den VfB Neckarrems nach Neunmeterschießen 3:5 unterlag. Der GSV Maichingen unterlag im Achtelfinale dem Karlsruher SC II mit 6:7 nach Neunmeterschießen, der TSV Schönaich kam gegen die U21 des 1. FC Nürnberg mit 0:5 unter die Räder.

Nach dem 2:0-Sieg über die SGV Freiberg stand der VfL Herrenberg als einziger Kreisverein im Halbfinale der Hallen-Gala. Hier war gegen die U23 der Stuttgarter Kickers, die nach einem 2:0 über Viktoria Aschaffenburg weitergekommen waren, beim 0:1 Endstation. Der Karlsruher SC II unterlag der U21 des 1. FC Nürnberg. Im Spiel um Platz drei mussten sich die Herrenberger dem Karlsruher SC II mit 3:4 beugen. Das Finale machten die Stuttgarter Kickers und die Nürnberger dann unter sich aus.

Am ersten Abend des Hauptturniers der 32. Hallenfußballgala im Sindelfinger Glaspalast hatte aus Kreissicht vor allem die SV Böblingen enttäuscht. Der Mannschaft von Trainer Mario Estasi gelang nur ein Sieg bei drei Niederlagen. Auch der SV Deckenpfronn schied aus. Von den Kreisvereinen qualifizierten sich der VfL Herrenberg, der TV Darmsheim und die SKV Rutesheim für die Zwischenrunde am Sonntag, die in acht Dreiergruppen miz anschließendem Achtelfinale gespielt wird.

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"Mit zehn Kilo weniger wären es sogar 20 Tore"

Torschützenkönig, bester Torwart und stärkster Spieler: Steffen Lauser, Tobias Trautner und Julian Wießmeier (v. li.) freuen sich über ihre Auszeichnungen

12.1.15 | KRZ-Online

162 Teams mit fast 2000 Spielern und an die 7000 Zuschauer - so lauten nur einige der beeindruckenden Zahlen der 32. Auflage der Sindelfinger Hallenfußball-Gala. Aber nicht nur statistisch gab es einige interessante Dinge zu vermelden.

VON MICHAEL SCHWARTZ UND MICHAEL HUTT

Zahlenspiele und Dankesreden: "So ein Mammutturnier erfordert vom Organisationsteam und den ehrenamtlichen Helfern sehr viel Aufwand", bedankte sich Gerd Klauß in seiner Abschlussrede bei 250 Ehrenamtlichen. "Sie haben sehr viel Herzblut und über 6000 Arbeitsstunden in die Gala investiert", summierte der Abteilungsleiter des GSV Maichingen Zudem erwähnte Klauß lobend die 53 Schiedsrichter, die zum Einsatz kamen und erwähnte auch das Team des Glaspalastes um Claus Regelmann: "Wir fühlen uns hier sehr wohl und gut aufgehoben."

Goalgetter wider Erwarten: Als bester Torschütze wurde am Ende jemand ausgezeichnet, auf den vor dem Turnier sicherlich - trotz dessen fußballerischer Qualitäten - wenige gesetzt hätten. Steffen Lauser von der SpVgg Holzgerlingen traf zehn Mal und bekam dafür die kleine gläserne Trophäe mit nach Hausen. "Und jetzt rechne mal zehn Kilo ab und ein paar Spiele dazu - dann hätte ich ja sogar 20 Tore gemacht", scherzte der Goalgetter-wider-Erwarten hinterher. Dass er überhaupt in der Spitze auflief, lag an einer taktischen Umstellung der Holzgerlingen. "In den ersten zwei Spielen war Skipper vorne", meint Steffen Lauser seinen Mitspieler Simon Hauth. Weil es in dieser Formation nicht lief, tauschten die beiden ihre Positionen. "Nächstes Mal gewinne ich aber lieber das Turnier", hätte Lauser ein Titel mit dem Team besser gefallen. Bester Torwart wurde Tobias Trautner von den Stuttgarter Kickers. Er zeichnete sich vor allem im Neunmeterschießen gegen Erzrivale Reutlingen aus, als er vor der feindlichen Fan-Wand drei Schüsse parierte. Auch Daniel Ulmer vom VfL Herrenberg hätte diese Auszeichnung sicher verdient gehabt. In Zwischenrunde, Achtel-, Viertel- und Halbfinale kassierte er nur zwei Gegentore. Die Auszeichnung als bester Spieler ging an Julian Wießmeier von Turniersieger 1. FC Nürnberg II..

Hände schütteln statt Bälle treten: Einer, der diesen Preis auch schon einmal abgestaubt hat, war dieses Mal nur auf der Tribüne anzutreffen. Beim Turniersieg der SGV Freiberg 2013 überragte Tevfik Altindag, der einst von der SV Böblingen für 100000 Euro in die Türkei wechselte, alle anderen Kicker. Inzwischen steht Altindag wieder in seinem Heimatland unter Vertrag, tritt bei Adanaspor in der 2. türkischen Liga gegen den Ball. Am heutigen Montag fliegt er dorthin zurück, die Winterpause ist rum. Davor schüttelte er noch viele Hände im Glaspalast. "Ich musste unbedingt mal vorbeischauen", so Altindag, der den Hallenfußball schon ein bisschen vermisst. "Ich bin auf der Straße aufgewachsen, und als Straßenkicker ist die Hallenrunde die beste Zeit", bedauert er es ein wenig, dass Adanaspor keine Turnier unterm Dach bestreitet. Dafür läuft es draußen gut für ihn. Beim Tabellenzehnten durfte er in allen Partien von Anfang an ran. "Das ist ein interessanter Verein", wirkte der Ex-Böblinger nach diversen Stationen in Deutschland zufrieden mit seinem neuen Klub.

Niemals geht man so ganz: Und noch einer hatte sich eigentlich schon vom Glaspalast verabschiedet, kehrte dann aber doch wieder zurück. Jürgen Drechsel saß 19 Jahre am Stück in der WFV-Turnieraufsicht, gab sein Amt dann aber ab. "Einmal muss auch Schluss sein", lachte er. "Damit auch die jungen Leute mal an die Front können." Warum er dann doch wieder dabei ist? "Kurt Weinhardt ist am Knie verletzt, und da bin ich als Vertretung eingesprungen." Das Spielchen kennt er schließlich schon aus dem Vorjahr, als er den erkrankten Klaus Wolf ersetzte. Langweilig wird dem jahrelangen Staffelleiter an der Seitenbande nicht. Die Aufgaben in der Turnierleitung sind vielfältig. "Ich zeig' Ihnen eine Checkliste - das ist ein abendfüllendes Programm", scherzt Drechsel.

Stabübergabe: Einträchtig standen sie nebeneinander auf der Haupttribüne - Harald Schilling, der zum Jahreswechsel ausgeschiedene Spielleiter des TSV Schönaich, und sein Nachfolger Rudi Brunner. Die beiden kennen sich von der Jugend an aus zahlreichen Trainer- und Funktionärstätigkeiten beim TSV. "Das passt schon so", sagte Harald Schilling zur Stabübergabe an Rudi Brunner. "Ich habe das jetzt jahrelang gemacht, und da ist der 31. Dezember ein guter Zeitpunkt, um aufzuhören." Auch und gerade jetzt, wenn der TSV Schönaich als Zweiter der Bezirksliga mit sieben Punkten hinter dem GSV Maichingen mächtig "nachgerüstet" hat und zur Aufholjagd blasen will. "Entweder oder", schmunzelt der neue Spielleiter Rudi Brunner im Hinblick auf Tabellenplatz zwei und die fünf Neuen Mike Zaglauer (GW Ottenbronn), Ismail Seker (TSV Leinfelden), Qendrim Jaha (SpVgg Holzgerlingen), Can Miftar (SF Gechingen) und Sezgin Yesildal KSC Böblingen). "Nach dem Rückrundenspiel zu Hause gegen Maichingen wissen wir, woran wir sind." Woran er ansonsten ist, weiß Rudi Brunner schon heute: "Den Job als Stadionsprecher mache ich weiter, da bin ich nahe am Spielfeld - auf dem besten Platz."

Zum Zuschauen verdammt: Zum Zuschauen verurteilt waren kurzfristig zwei Stammspieler der beiden Veranstalter GSV Maichingen und VfL Sindelfingen. Bei Maichingen erwischte es am Mittwoch Kapitän Oliver Klauß im Hallentraining für das Wochenende. Eigentlich wollte der Abwehrspieler des Tabellenführers der Bezirksliga Böblingen/Calw nach seiner Verletzungspause in der Vorrunde jetzt wieder durchstarten - nix war's mit (s)einem Einsatz im Glaspalast. Klauß war beim Training unglücklich umgeknickt und trug einen dicken Knöchel davon. "Wahrscheinlich eine Bänderdehnung, ich denke aber, dass ich zu Beginn der Rückrunde wieder fit bin", so der Maichinger. Nicht ganz so schlimm war die Verletzung bei Sindelfingens Alexander Wetsch. Der quirlige Außenstürmer überzeugte vor einer Woche im Böblinger Hallenturnier bei Sieger VfL als "Aushilfs"-Keeper mit großartigen Reflexen, zog sich dabei aber eine Verletzung im Leistenbereich zu. "Ich hätte im Glaspalast gerne gespielt, aber das Risiko war einfach zu groß", bedauerte Wetsch seine Zuschauerrolle auf der Bank. Immerhin stand er mit Torwarthandschuhen und im Trainingsanzug für Notfälle bereit, falls Stammtorhüter David Kocyba sich verletzt hätte.

Anständig verabschiedet: Nach durchwachsener Hauptrunde mit Sieg (1:0 gegen Ehningen), Unentschieden (0:0 gegen Upfingen) und Niederlage (1:2 gegen Freiberg) hatte der VfL Sindelfingen sich gerade noch als Gruppendritter für die (Zwischen)-Endrunde qualifiziert. Das Achtelfinale verfehlte der VfL dann relativ knapp und wegen des schlechteren Torverhältnisses (dreier Mannschaften mit jeweils einem Sieg) gegenüber dem TV 89 Zuffenhausen und Oberligist Karlsruher SC II, den der VfL nach Toren durch Keven Müller und Marcel Pross noch 2:1 geschlagen hatte. "So haben wir uns wenigstens anständig verabschiedet", bedauerte Marcel Pross, wie in Böblingen einer der Besten beim VfL, das Ausscheiden seiner Mannschaft. "Wir haben am Samstag gegen Freiberg gut ausgesehen und heute den KSC geschlagen - da wäre mehr drin gewesen. Das ist ärgerlich." Dabei mag er vielleicht auch an zwei vergebene Neunmeter durch Daniel Kniesel und Samet Öztürk bei der 0:2-Niederlage gegen Bezirksligist (und Qualifikant) TV 89 Zuffenhausen im ersten Sonntagsspiel gedacht haben.

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Promis auf der Trainerbank

"Club-Phantom" Marek Mintal (vorne links) und Andreas Wolf (rechts) im Kreise ihrer Spieler. TB

12.1.15 | KRZ-Online

1. FC Nürnberg II mit Mintal, Prinzen und Andreas Wolf

VON MICHAEL SCHWARTZ


Wer weiß, vielleicht kicken die Turniersieger aus der U21 des 1. FC Nürnberg bald in der Bundesliga. Noch haben allerdings die beiden Co-Trainer der jungen Garde die bekannteren Gesichter. "Moment mal, die kenn' ich doch", wird sich der ein oder andere Besucher da schon gedacht haben. Denn neben Chef-Coach Roger Prinzen standen das einstige "Phantom" Marek Mintal und Abwehrrecke Andreas Wolf an der Seitenbande.

Mintal wurde in der Saison 2004/2005 Torschützenkönig der Bundesliga und ist so etwas wie eine Vereinslegende bei den "Glubberern". Dem Hallenfußball kann er durchaus einiges abgewinnen. "Es ist eine sehr gute Möglichkeit, für die Spieler in der Vorbereitung wieder reinzukommen", findet der Slowake. Und die Verletzungsgefahr? "Ach, wenn was passieren soll, dann passiert es auch draußen", denkt der 45-malige Nationalspieler. "Außerdem hat der Kunstrasen hier große Qualität." Sowieso gefällt Mintal die Hallen-Gala: "Für den Amateurfußball ist das ein richtig interessantes Turnier. Es gibt viele Mannschaften und läuft über ein paar Tage."

Deshalb haben die Nürnberger auch in der Gegend übernachtet. Die Wahl fiel auf ein Hotel in Aspach. Der Aufwand, die fast dreistündige Fahrt mehrfach auf sich zu nehmen, wäre zu groß gewesen. "Deshalb wollen wir auch so weit wie möglich kommen", hatte Mintal vor der K.o.-Runde gesagt. Seine Spieler erfüllten ihm den Wunsch und siegten wie bereits vor Wochenfrist beim Turnier in Gräfenberg.


Was auch Trainer Roger Prinzen ein Lächeln aufs Gesicht zauberte, nicht nur aus sportlicher Sicht. "Eigentlich müssen wir hier schon gewinnen, damit es ein Nullsummenspiel ist", plauderte er aus dem finanziellen Nähkästchen. "Aber es freut mich natürlich auch für meine junge Mannschaft, dass sie bei einem so professionell ausgerichteten Turnier ganz oben steht."

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Erinnerungen an legendären Kickers-Sieg

Kurt Müller vom VfL Sindelfingen II: Dauerbrenner bei der Hallen-Gala Foto: Di Rosa

12.1.15 | KRZ-Online

Trainer Kurt Müller vom VfL Sindelfingen hat im Sindelfinger Glaspalast schon viel erlebt

VON MICHAEL HUTT

"Für die Jungs war das vor Beginn des Turniers erst einmal schwer zu verstehen - alle Bezirksligisten waren für das Hauptturnier gesetzt, nur wir nicht." Kurt Müller, Trainer(-Urgestein) des Bezirksliga-Aufsteigers VfL Sindelfingen II, nahm es gelassen hin. "Ich bin jetzt schon seit vielen, vielen Jahren Trainer und habe das praktisch gar nicht bemerkt, weil ich immer die Quali spielen musste."

Beim VfL Sindelfingen hatte man als (einer der beiden) Veranstalter darauf verzichtet, die zweite Mannschaft als gesetzt am Hauptturnier teilnehmen zu lassen - stattdessen starteten zwei Teams aus dem Kader der "Zweiten" und der A-Jugend in der Qualifikation. Eines davon kam durch - auf dem Papier eigentlich der VfL Sindelfingen III, ein Team mit den Bezirksligaspielern Alexander Olmo, Sinan Bayazit und Ahmet Ünal als Gerüst, ergänzt durch vier A-Jugendspieler. Die Truppe fegte alle Gegner vom Feld und hatte im "Quali-Finale etwas Glück" (Müller), um sich letztlich qualifizieren zu können. "Das hat die Jungs mit Sicherheit motiviert, als Bezirksligist durch die Qualifikation zu müssen", so Müller. "Deshalb wollte ich die A-Jugendlichen auch beim Hauptturnier wieder bringen. Die haben Perspektive."

In der Hauptrunde am Samstag war allerdings dann Endstation - in einer echten Hammergruppe. Gleich das Auftaktspiel gegen den Bezirksliga-Zweiten TSV Schönaich, der in der Runde auf der Elsenhalde überraschend geschlagen werden konnte, ging mit 1:4 verloren. Nichts zu holen war auch gegen den Verbandsligisten FC Gärtringen (0:3) und Rekordsieger Karlsruher SC II aus der Oberliga (1:7). Fast zu einem Sieg hätte es den Schützlingen von Kurt Müller beim 2:2 gegen den TV Flein gereicht.

Tore von Kübler und Müller beim 2:1 der zusammengewürfelten AH

Geschichte schreiben konnte die zweite Sindelfinger Mannschaft also nicht - wie dereinst ihr Trainer Kurt Müller im legendären "Gala-Spiel" der Sindelfinger AH gegen die Stuttgarter Kickers. "Das muss vor mehr als zehn Jahren gewesen sein", weiß Thomas "Hüfte" Kübler, damals einer der Beteiligten und heute stellvertretender Abteilungsleiter des VfL Sindelfingen. Eine Mannschaft war bei der Anreise im Schnee stecken geblieben und kurzfristig ausgefallen. Von der Halle aus trommelte "Hüfte" Kübler telefonisch für die laufende Vorrunde ein AH-Team zusammen - darunter auch Kurt Müller. Die zusammengewürfelte Truppe engagierter "Jungsenioren" überstand ungeschlagen die Vorrunde und besiegte im Achtelfinale den Regionalligisten Stuttgarter Kickers sensationell mit 2:1 durch Tore von Thomas Kübler und Kurt Müller. "Danach waren wir platt", meint der heutige Trainer des VfL II. Im Viertelfinale kam das Aus durch eine 0:5-Klatsche, nachdem man in der Zwischenrunde 1:1 gegen die eigene erste Mannschaft gespielt hatte.

Wer so lange im Fußballgeschäft ist wie Kurt Müller, kann natürlich Geschichten erzählen. Müller spielte in Rumänien in der dritten Liga und erreichte mit dem TV Darmsheim als Spieler 1988 den Aufstieg in die Landesliga. Als Spielertrainer agierte Müller in den 90er-Jahren beim TSV Simmozheim, ehe sieben Jahre in Ostelsheim folgten. Der Mann ist also ein lebendes Beispiel für Nachhaltigkeit - bereits im 16. Jahr ist er jetzt Trainer der zweiten Mannschaft beim VfL. Die jüngste Geschichte ist eine erfolgreiche - im Sommer stieg der VfL Sindelfingen II nach der Vize-Meisterschaft in der Kreisliga A und nachfolgender Relegation in die Bezirksliga auf.

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Ein Dankeschön für langjährige Treue

Steinenbronns Trainer Salvatore Di Dio

12.1.15 | KRZ-Online

Steinenbronn springt ein

Schnell reagieren musste Gerd Klauß, Abteilungsleiter des GSV Maichingen, nachdem der VfB Friedrichshafen wegen eines Todesfalls im Verein für die Hauptrunde am Samstag kurzfristig ausgefallen war. "Der VfB wäre bereit gewesen, eventuell trotzdem zu kommen, um den Turnierablauf nicht zu stören", so Klauß, "wir sind dann aber so verblieben, dass ich versuche Ersatz zu finden." Er griff am Freitagmorgen zum Telefon und rief bei Claudio Martoccia, Abteilungsleiter des TSV Steinenbronn, an. Der wiederum benachrichtigte TSV-Coach Salvatore Di Dio, keine Stunde später stand das Team - das Teilnehmerfeld in Gruppe I am Sonntagnachmittag war (wieder) komplett. Die Steinenbronner hatten im Vorturnier alle Spiele gewonnen und waren in den Endspielen nur knapp gescheitert. "Außerdem sind sie seit Jahren ein ganz treuer Teilnehmer an der Gala", wie Klauß bemerkte.

Und so kam es, dass sich im Hauptturnier auch ein Vertreter der Kreisliga B, Staffel VI, aus dem Bezirk Stuttgart tummelte. "Ich habe meine Spieler gefragt, was sie am Samstagabend machen", so Steinenbronns Coach Di Dio. "Als ich ihnen dann erklärte, dass sie im Glaspalast bei der Hauptrunde spielen könnten, dachten sie, ich würde sie veräppeln." Alle befragten Spieler - das haargenau gleiche Team wie in der Quali - sagten ausnahmslos zu. "Das ist für meine Jungs ein Erlebnis, wann spielen wir schon einmal vor so einer Kulisse", sagte der Steinenbronner Coach. Um hinzuzufügen: "Aber die Düse ging ihnen dann schon." Der TSV zog sich achtbar aus der Affäre. Nach zwei Niederlagen mit vier Gegentreffern (1:4 gegen Weilimdorf, 0:4 gegen Cleebronn) setze es zwei respektable 0:3-Niederlagen gegen den Oberligisten Stuttgarter Kickers II und Ausrichter GSV Maichingen. Schütze des Ehrentreffers im Spiel gegen Weilimdorf war Jakub Baltaci.

An Niederlagen sind die Steinenbronner in der Kreisliga B nicht gewöhnt. "Wir wollen aufsteigen", so die klare Ansage von Salvatore Di Dio. Der TSV hat alle Spitzenmannschaften geschlagen und steht punktgleich hinter Tabellenführer SV Möhringen auf Platz zwei. Höhere Sphären ist der TSV-Coach aus seiner sportlichen Vergangenheit durchaus gewohnt. Der 43-Jährige begann das Fußball spielen beim TSV Schönaich, wechselte zur A-Jugend der SV Böblingen, um dann in glorreichen Zeiten wieder zum damals erfolgsverwöhnten TSV Schönaich zurückzukehren. Die letzte Station als Spieler war der TSV Steinenbronn, ehe die Trainerkarriere begann - unter anderem beim TSV Waldenbuch als Vorgänger von Udo Rieker, der in dieser Saison von Gerry Ott abgelöst wurde. Seit November 2013 coacht Di Dio den TSV Steinenbronn, vergangene Saison hätte es mit dem Aufstieg in die Kreisliga A fast schon geklappt, jetzt soll das nachgeholt werden.

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"Bessere Werbung für die Stadt gibt es nicht"

9.1.15 | KRZ-Online

Drei Wochen lang nahm der Hallenfußball den Sindelfinger Glaspalast in Beschlag, am Sonntagabend, nach dem Finale der 32. Gala um 19.35 Uhr, verabschiedet er sich wieder für ein Jahr von dort.


VON MICHAEL STIERLE

Den Montag nutzen die vielen ehrenamtlichen Helfer der beiden Ausrichtervereine VfL Sindelfingen und GSV Maichingen noch dazu, Rundumbande, Tore, Kunstrasen und die zahlreichen Werbebanner abzubauen, danach gehört die Sportstätte wieder der Leichtathletik.

Hinter Vorturnier, Junior Cup, Jugend-Städte-Cup und die Betriebsfußball-Gala der KREISZEITUNG kann inzwischen ein Häkchen gesetzt werden, diese Etappen wurden erfolgreich gemeistert. Nachdem sich die Verantwortlichen am Dreikönigstag während der Betriebsfußball-Gala zu ihrer obligatorischen Besprechung zusammensetzten, und vor dem abschließenden Höhepunkt, der Hauptrunde mit 45 Amateurmannschaften bis hoch zur Regionalliga, ziehen die beiden Abteilungsleiter Gerd Klauß (GSV) und Ralf Brenner (VfL) ein positives Zwischenfazit.

Vorturnier: "Ich hätte mir mehr Mannschaften gewünscht, der Spielplan hätte es hergegeben", gibt Gerd Klauß, verantwortlich für Einladung und Einteilung, ehrlich zu, "aber wahrscheinlich wurden auch wir vom Trend nicht verschont, dass es für die Hallenturniere nicht einfacher geworden ist."

Dazu kamen unliebsame Absagen, sogar ohne Ankündigung, der plötzliche Wintereinbruch und zwei Disqualifikationen, die mit KSV Renningen und KSC Böblingen auch noch zwei Kreisvereine betrafen. "Schwarze Schafe gibt es halt immer", so Klauß missbilligend, "es ist nur schade für die anderen Mannschaften in der Gruppe, wenn plötzlich ein Gegner ausfällt und die Zeit zu kurz ist, um Ersatz zu beschaffen." Wegen dann möglicherweise nur noch zwei Spielen eine vielleicht sogar weite Anreise auf sich zu nehmen und früh auszuscheiden, dürfte das Vergnügen, die Gegebenheiten des Glaspalasts kennenzulernen, dann doch wieder einschränken. Was auch bei Ralf Brenner nicht immer auf Verständnis stößt: "Es ist schon verwunderlich, wenn man 48 Stunden vor seinem angesetzten Spieltag plötzlich merkt, dass man genau an dem Tag eine Weihnachtsfeier hat." 136 Mannschaften waren gemeldet, ein paar weniger als im Vorjahr.

Junior Cup: Mehr als zwei Tage lang den Glaspalast zu füllen, geht nicht. Das war in der Vergangenheit schon so, und auch diesmal meldeten VfL und GSV zusammen mit Mercedes-Benz "ausverkauft". "Mit der Fernsehpräsenz ein absolutes Highlight", verweist Ralf Brenner auf die Live-Übertragung bei Sport1. "Der Junior Cup ist damit auch ein Aushängeschild für die Stadt, eine bessere Werbung für Sindelfingen und den Glaspalast gibt es nicht."

Klitzekleiner Wermutstropfen ist die wirtschaftliche Seite, denn Umsatz machten VfL Sindelfingen und GSV Maichingen nicht ganz so viel wie 2014. "Was einfach auch an den nummerierten Sitzplätzen liegt", vermutet Gerd Klauß. Die Leute bräuchten keine Angst zu haben, dass die besten Plätze bereits weg sind, kommen deshalb auch erst pünktlich zum Turnierbeginn. "Und sparen sich damit vielleicht das Mittagessen in der Halle, das haben sie noch schnell daheim eingenommen", so Klauß. "Aber: Das ist Jammern auf hohem Niveau." Gleichzeitig, und das versteht der GSV-Fußballchef als großes Kompliment an das Thekenpersonal, wurde der Ansturm bei der Bewirtung mit möglichst kurzen Wartezeiten prima bewältigt. "Manche Spiele lassen sich die Leute nicht entgehen, da ist die Tribüne voll, andere sind dafür nicht ganz so attraktiv, da kommen dann plötzlich viele nach oben, um sich schnell zu stärken."

Was er und Ralf Brenner mit großem Wohlwollen registrierten: "Die Zusage fürs nächste Jahr und damit den 26. Junior Cup liegt vor" (Klauß). Womit auch der Rest der Hallen-Gala gesichert ist. "Ohne den Junior Cup wäre es schwierig, solch eine Veranstaltung zu stemmen", gibt Ralf Brenner zu. Denn dann hätten VfL und GSV alle Kosten für Halle, Aufbau und Kunstrasen selbst zu tragen, so aber sitzt mit Mercedes-Benz ein weiterer Partner mit im Boot. Was aber auch wieder bedeutet, dass das Helferteam gefordert ist. "Um- und nachher auch Rückbau des Glaspalasts nimmt jeweils einen ganzen Tag in Anspruch", weiß Gerd Klauß. Der Spiegelsaal als VIP-Raum, die Judohalle zur Verköstigung, neue Werbung in der Halle - da muss richtig angepackt werden.

Hauptturnier: Da hat Gerd Klauß in der Regel keine Probleme, das Feld voll zu bekommen. "Was für die Qualität des Turniers spricht", sagt er. Und freut sich vor allem über die Zusage des 1. FC Nürnberg II als einziger Regionalligist sowie die Rückkehr von Dreifach-Sieger Karlsruher SC II. Dass der TSV Essingen kurzfristig einen Rückzieher machte, "ist schade, weil damit ein starker Verbandsligist nicht dabei ist" (Brenner). "Wenn er die Gala kennen würde, hätte er sich vielleicht anders entschieden", so Klauß, "aber vielleicht klappt's dafür im nächsten Jahr."

Was die eigenen Erwartungen angeht? "Wir haben eine gute Hallentruppe und werden sicher nicht mit einer Mogelpackung antreten", so Klauß mit einem süffisanten Lächeln auf die Vorwürfe nach dem GSV-Auftritt in Böblingen, wo die Maichinger frühzeitig die Segel streichen mussten. "Wir verbringen jetzt alle die dritte Woche in der Halle, viele Ehrenamtliche sind im Einsatz, da wünschen wir uns natürlich, dass sich auch die Mannschaft gut verkauft." Allerdings weiß auch er, "dass wir uns in diesem Klassefeld erst einmal hinten einreihen müssen".

Am Sonntag in der Zwischenrunde würden VfL Sindelfingen, der sich bereits am Böblinger Murkenbach als Sieger gut präsentierte, und GSV Maichingen gerne noch dabei sein. "Und dann ist in der Halle bekanntlich alles möglich", sagt Ralf Brenner. Sein Wunsch fürs Wochenende: "Ich hoffe, dass die Leute nach dem Junior Cup wieder richtig Lust auf Fußball haben."

Foto:
So viele Zuschauer wie beim Junior Cup werden am Wochenende beim Hauptturnier der Hallen-Gala sicher nicht noch einmal in den Glaspalast kommen, auf einen guten Besuch hoffen die beiden Ausrichtervereine VfL Sindelfingen und GSV Maichingen angesichts des exzellenten Teilnehmerfelds an den drei Tagen aber auf jeden Fall Foto: red

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Polizei-Einsatz im Glaspalast

Mittwoch, 31.12.14
 

Auf solche Vorkommnisse kann Gerd Klauß gerne verzichten. "Das habe ich noch nie erlebt", wirkte der Fußballabteilungsleiter des GSV Maichingen am Wochenende fast schon schockiert, als die Polizei während des Vorturniers gleich zweimal in den Glaspalast gerufen wurde.
 

Erster Auslöser war der KSV Renningen, der eigentlich einen richtig guten Fußball gezeigt hatte und sich am Samstag als Sieger der Gruppen 15 bis 18 für die Hauptrunde qualifizierte. Wenn da nicht das letzte und entscheidende Spiel gegen den BC Augsburg-Oberhausen gewesen wäre, das die Renninger 3:1 gewonnen hatten. "Direkt im Anschluss kam es zu Tumulten unter den Akteuren beider Mannschaften", so Klauß. "Ein Renninger Spieler hatte verbotenerweise ein Weizenglas mit auf die Tribüne genommen, schlug es ab und richtete die scharfen Kanten gegen andere." Keiner war in den folgenden Minuten in der Lage, ihm das Glas abzunehmen, das Ganze setzte sich auch noch bis ins Foyer fort. Bis die Polizei eintraf und den Sachverhalt aufnahm. "Verletzt wurde Gott sei Dank niemand", sagte Gerd Klauß mit versteinerter Miene. "Und das alles am hellichten Mittag, wenn Kinder in der Halle sind. Unglaublich." Die Renninger wurden sofort vom weiteren Verlauf der Gala ausgeschlossen, das Schiedsgericht behält sich vor, wer den dadurch freigeworden Platz im Hauptfeld erhält.


Am Abend gleich der nächste Zwischenfall. Diesmal beteiligt: der KSC Böblingen. "Er hat sich vom Schiedsrichter ungerecht behandelt gefühlt", so Klauß, der die betroffene Partie selbst gesehen hatte. Insgesamt fünf Zeitstrafen und eine Rote Karte verhängte der Unparteiische gegen den KSC. Mit Folgen: "Der Schiedsrichter wurde hinterher aufs Massivste bedroht, so dass uns wieder keine andere Möglichkeit blieb, als die Polizei zu rufen, damit der Schiedsrichter unversehrt zu seinem Auto gelangte." Wer der Übeltäter war, ob Betreuer der KSC-Mannschaft oder - wie von der Mannschaft selbst versichert - nur ein Fan, war für die Verantwortlichen in der Turnierleitung unerheblich, auch der KSC wurde mit sofortiger Wirkung aus dem Turnier genommen. "Wir haben schließlich die Pflicht, Zuschauer, Spieler und alle anderen in der Halle zu schützen."


Fast hätte es am Sonntag wenigstens noch ein kleines Happy End für den Maichinger Fußballchef gegeben, denn die dritte Mannschaft des GSV verpasste nur um Haaresbreite den Einzug ins Hauptfeld. Im entscheidenden Neunmeterschießen hatte das Team von Coach Thomas Wohland mit Co-Trainer Timo Klotz zwischen den Pfosten gegen den TV Flein mit 3:4 das Nachsehen.

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Sonderbeilage zur Hallen-Gala in der Donnerstagausgabe der KRZ

Das Sonderheft zur Hallenfußball-Gala: Am Donnerstag in jeder KREISZEITUNG

Donnerstag, 18.12.14

Am Samstag ist es wieder soweit - dann startet im Sindelfinger Glaspalast die mittlerweile 32. Auflage eines der größten Amateurfußball-Hallenturniere in Deutschland. Bei der Hallen-Gala von VfL Sindelfingen und GSV Maichingen sind dieses Mal 164 Mannschaften am Start.

Wie in jedem Jahr hat die KREISZEITUNG das Sonderheft für die Hallenfußball-Gala produziert. Am Donnerstag liegt es allen KRZ-Ausgaben bei. Das Sonderheft enthält auf 24 Seiten alle wichtigen Informationen zur Amateur-Fußballgala selbst, die vom 20. Dezember bis 11. Januar läuft, zum Junior Cup (3./4. Januar), zur Betriebsfußball-Gala (6. Januar) sowie zum Jugend- und AH-Städtecup (21. und 29. Dezember).

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28. Mercedes-Benz JuniorCup 2018:
5. + 6. Januar 2018
Glaspalast Sindelfingen

Rudolf-Harbig-Str. 10
71063 Sindelfingen
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34. Sindelfinger Hallenfußball-Gala:
Anfahrt
Glaspalast Sindelfingen
Rudolf-Harbig-Str. 10
71063 Sindelfingen
Internet: www.glaspalast.com

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