35. Sindelfinger Hallenfußball-Gala 2017/2018 | 16.12.17 - 14.1.18
35. Sindelfinger Hallenfußball-Gala 2017/2018 | 16.12.17 - 14.1.18

Berichte 2016/2017

16.01.2017: Bericht SZ/BZ, von Edip Zvizdic

Darmsheim und die Hallenfußball-Gala – fast schon eine Liebesgeschichte

Im Glaspalast wachsen Flügel

„Ein Wochenende wie gemalt.“ Tobias Lindner strahlte am frühen Sonntagabend wie ein Honigkuchenpferd. Aus wohlbekanntem Grund, denn wieder einmal hatte der TV Darmsheim eine Gala bei der Gala im Glaspalast abgezogen und am Ende den hervorragenden vierten Rang belegt.

„Ich bin so unglaublich stolz auf meine Jungs, die erneut hier bei unserem Lieblingsturnier über sich hinausgewachsen sind“, fasste der TVD-Trainer die beiden Turniertage in Sindelfingen zusammen: „Im Spiel um Platz drei ist uns am Ende zwar etwas die Luft ausgegangen, aber das schmälert unseren Erfolg in keinster Weise.“

Frenetisch angefeuert von rund 100 Fans sorgte der TVD für einige denkwürdige Momente des diesjährigen Turniers. Vor allem der 3:1-Erfolg im Achtelfinale gegen den bayrischen Regionalligisten VfR Garching riss auch die neutralen Betrachter von den Sitzen. „Da hatte ich eine Gänsehaut“, gab Tobias Lindner unumwunden zu.

Bemerkenswert war der Darmsheimer Husarenritt vor allem deswegen, da etliche eingeplante Stammkräfte nicht spielen konnten. Zu allem Überfluss musste am Freitagabend Steffen Hirth aufgrund eines dicken Knöchels zurückziehen. Den Ausfall des verlängerten Armes von Tobias Lindner kompensierte der TVD aber ohne Murren. Noel Hellmann wuchs über sich hinaus und avancierte zum besten Darmsheimer Feldspieler. Den wichtigsten Akteur hatte der TVD aber zwischen den Pfosten stehen. Alex Dieterle brillierte in drei Neunmeterschießen und hielt insgesamt sieben Versuche gegnerischer Spieler. „Er ist schon die komplette Hallenrunde in überragender Form“, verpasste Tobias Lindner seiner Nummer eins den Ritterschlag. „Dass er hier als bester Torwart ausgezeichnet wurde, sagt alles.“

Daheim im Glaspalast: Tobias Lindner mit seinen Jungs. Bild: Photo 5

16.01.2017: Bericht SZ/BZ, von Edip Zvizdic

Auch nach Anlauf Nummer 34 bleibt Sindelfingens großer Wunsch unerfüllt

Wie eine unendliche Geschichte

Wieder nichts. Auch im 34. Anlauf hat es der VfL Sindelfingen nicht geschafft, das eigene Turnier zu gewinnen. Wie im Vorjahr erfolgte das Aus für den Verbandsligisten in der Runde der letzten Acht. Vor Jahresfrist schied der VfL gegen den TSV Schönaich aus, dieses Mal erwischte es den Turniergastgeber gegen den Qualifikanten SGM TT Göppingen.

Und auch wenn im Sindelfinger Lager der Titel bei der Hallenfußball-Gala eine eher untergeordnete Rolle spielt, das Ausscheiden im Viertelfinale ärgerte die Verantwortlichen um Maik Schütt dennoch. „Das hätte nicht sein müssen“, sagte der VfL-Coach, der vor Turnierbeginn das Halbfinale als Ziel ausgegeben hatte. Um die Serie auszubauen. „In meinem ersten Jahr waren wir im Achtelfinale, letztes Jahr im Viertelfinale, dieses Mal wollten wir in die Geldränge“, so Maik Schütt. „Wir wollen uns stetig verbessern, auch beim eigenen Turnier. Zumindest aber haben wir uns nicht verschlechtert.“

Positiv wertete Maik Schütt den Auftritt seiner Mannschaft: „Die Jungs hatten sichtlich Spaß, auch wenn in den entscheidenden Spielen immer wieder die Klarheit in den Aktionen gefehlt hat. Wichtig ist aber, dass sich keiner verletzt hat, denn in der Vorrunde hatten wir viel zu viele Ausfälle.“

Zuversicht schöpft Maik Schütt aus der Rückkehr von Roberto Klug, der fast die komplette Hinrunde in der Verbandsliga verpasst hatte. „Er war trotz der langen Pause wieder der Alte. Das freut mich am meisten, dass er wieder voll belastbar ist.“ Verzichten musste der VfL aber auf Daniel Kniesel. Der Kapitän fieberte – am Oberschenkelansatz verletzt – tatenlos auf der Tribüne mit. „Als ich in den Glaspalast kam, hat es am meisten geschmerzt, denn das ist das erste Mal, dass ich beim eigenen Turnier nicht dabei sein kann.“

Auch wenn die Leistung ansprechend war: Das Ausscheiden kurz vor dem Halbfinale tut weh. Bild: Photo 5

16.01.2017: Bericht SZ/BZ, von Edip Zvizdic

Auszeichnung für  Spieler, Torwart, Torjäger

Die Besten

Zum besten Spieler des Turniers wählten die Turnierleitung und die Vertreter der Presse Marcel Sökler (links). Der Torjäger trug mit sechs Turniertoren maßgeblich zum Titelgewinn des SGV Freiberg bei und glänzte als umsichtiger Ballverteiler. Als bester Torwart wurde Alex Dieterle (Mitte) ausgezeichnet. Dem Schlussmann hatte es der TV Darmsheim zu großen Teilen zu verdanken, dass am Ende Platz vier zu Buche stand. Die Torjägerkanone sicherte sich Steffen Hertenstein vom SKV Rutesheim. Mit vergleichsweise überschaubaren sieben Turniertreffern schoss der Rutesheimer sein Team zum Vize-Titel. – edi –/Bild: Photo 5

14.01.2017: Bericht SZ/BZ, von Edip Zvizdic

Fußball: Die SV Böblingen, der TV Darmsheim und der TSV Dagersheim sind noch im Rennen, wenn es ab heute bei der Sindelfinger Hallen-Gala ans Eingemachte geht

 

Zitterspiele bis kurz vor die Geisterstunde

 

Der erste Tag des Finalwochenendes ist abgehakt. Gestern haben sich der Titelverteidiger SV Böblingen, der TSV Dagersheim, der TV Darmsheim, die SGV Freiberg, SGM Göppingen, VfR Garching, Sportvg Feuerbach und der FC Nöttingen für den Finalsonntag der Hallenfußball-Gala im Sindelfinger Glaspalast qualifiziert. Aus dem Kreis Böblingen strichen der TSV Waldenbuch, die Spvgg Holzgerlingen und der VfL Herrenberg die Segel. Die Entscheidung fiel kurz vor Mitternacht.

 

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Mit einem 2:1-Sieg der SV Böblingen gegen den Qualifikanten SSV Ettlingen ging es um Punkt 17 Uhr los. Für den Titelverteidiger war das der Startschuss einer holprigen Gruppenphase. Nach einem weiteren 2:1 gegen die SGM TT Göppingen kam es zur Neuauflage des letztjährigen Endspiels, welches die SVB im Neunmeterschießen für sich entschieden hatte. Dieses Mal drehte die SGV Freiberg – das trotz der abschließenden 1:3-Niederlage gegen Göppingen souveränste Team des Abends – den Spieß um und gewann 2:0.

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Die Überraschung des ersten Turniertages gelang dem VfL Herrenberg. Der Bezirksligist erwischte den VfR Garching auf dem falschen Fuß und besiegte einen der Turnierfavoriten nach Toren von Sven Schlayer und Gent Lahi mit 2:1. Herrenbergs Co-Trainer Müjdat Andic, der den in den Flitterwochen weilenden Michael Sattler an der Bande vertrat: „Nach der Auftaktniederlage gegen Radolfzell waren wir unter Zugzwang. Die Jungs haben gezeigt, dass sie sich im Glaspalast wohlfühlen.“ Zum Endspiel ohne Sieger um das Weiterkommen kam es später gegen die Spvgg Holzgerlingen. Die Bezirksligisten hatten nach zwei Spielen nur drei Punkte auf dem Konto. Der Sieger schielte darauf, als einer der beiden besten Gruppendritten den Finalsonntag zu erreichen. 1:1 – Pustekuchen.

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Erstmals mit dabei war der VfR Garching. Der bayerische Regionalligist hatte sichtlich Mühe, sich an das Spiel im Glaspalast zu gewöhnen. Garchings Trainer Daniel Weber: „Unser Spiel hakt, weil wir alle aus dem Weihnachtsurlaub kommen. Das wird am Sonntag schon besser aussehen.“ Von der Gala zeigte sich Daniel Weber indes hellauf begeistert: „Als wir die Einladung bekommen haben, haben wir uns informiert und Bilder gesehen. Daraufhin wollten die Spieler hier unbedingt mitmachen.“

 

Spannend machte es der TV Darmsheim. Im Derby gegen den TSV Dagersheim behielt das Team von Tobias Lindner dank Faruk Tekin mit 1:0 die Oberhand. Danach aber stotterte der Motor des TVD, der in diesem Winter bei vier Hallenturnieren das Endspiel erreicht hatte. So musste im letzten Spiel gegen den oberbayrischen Landesligisten FC Olching ein Sieg her, um die Zwischenrunde am Sonntagmorgen zu erreichen. Das gelang den Darmsheimern mit 4:1 souverän. Tobias Lindner war erleichtert: „Wir lieben dieses Turnier und sind mit fast 70 Fans hier. Denen waren wir es schuldig, hier weiterzukommen.“

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Spannung pur beim TSV Dagersheim. Der A-Ligist startete mit zwei Niederlagen, drehte ein 0:2 gegen den SV Heilbronn dank der Treffer von David Gandetzky und Philipp Bogensberger (2) noch in einen 3:2-Sieg. Gegen den SC Olching machte Bujar Shala den 1:0-Erfolg perfekt. Tomislav Hlebec, der mit Marco Eichler und Tim Lehle Trainer Besnik Gllogjani vertrat, konnte sich ein Lachen nicht verkneifen: „Wir verlieren zwei Mal, kommen dennoch durch. Das war nicht unverdient, da wir auch gegen Darmsheim einen Zähler verdient hatten, denn der Treffer von Faruk Tekin war irregulär, da der Ball, bevor er ins Tor geht, schon auf der Bande und damit im Aus war.“

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Trotz eines sehr starken Mark Schildt, der sich im vergangenen Jahr die Torjägerkanone gekrallt hatte und auch dieses Jahr mit vier Treffern glänzte, ereilte den TSV Waldenbuch das Aus. Trainer Gerry Ott: „Wir hatten unseren Spaß, wären trotzdem gerne weitergekommen. Die Niederlage zu Beginn gegen Göppingen hätte nicht sein müssen.“

Noel Hellmann (links) gegen Marko Tomic, also Darmsheim gegen Dagersheim: Die Nachbarn lieferten sich ein heißes Duell – und kamen beide weiter. Bild: Photo 5

Interview von Regio-TV mit Freddy Hatwieger (GSV Maichingen) über die Hallenfußball-Gala in Sindelfingen.

"Im Zeichen der Nachwuchsmannschaften"
Donnerstag 22.12.2016 Kreiszeitung BB.pd[...]
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22.12.2016: Bericht SZ/BZ, von Edip Zvizdic

Der Nachwuchs spielt groß auf

Am dritten Turniertag der Hallenfußball-Gala waren am Dienstagabend gleich sechs Kreisvereine am Start. Der TSV Dagersheim II, der SV Magstadt, die U19 des VfL Sindelfingen und der GSV Maichingen III scheiterten bereits in der Gruppenphase. Den SV Nufringen erwischte es im ersten K.-o.-Spiel. Für das Hauptturnier qualifizierten sich die U19-Junioren der SV Böblingen.

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Ohne Chance war der SV Magstadt in seiner Gruppe. Der B-Ligist spielte mutig mit, stand nach dem 1:1 gegen den TSV Nellmersbach II beim 0:4 gegen die U19 der SV Böblingen sowie beim 1:4 gegen den SV Nufringen aber auf verlorenem Posten. Für Spielertrainer Pasquale Paratore war die Teilnahme im Glaspalast dennoch wichtig: „Solche Turniere dienen dazu, dass sich das Team weiter findet. Das ist ein Aufbaujahr für uns, wir nehmen mit, was möglich ist.“

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Zumindest einen Sieg konnte der TSV Dagersheim II verbuchen. Gegen den HFC Herzbuben Wendlingen aus der WFV-Freizeitliga siegte die Mannschaft von Michele Zottoli zum Auftakt mit 2:0. Gegen die U19 des SGV Freiberg war der TSV chancenlos und unterlag mit 0:4. Im letzten Gruppenspiel setzte es gegen den TV 89 Zuffenhausen eine 1:3-Niederlage, was gleichbedeutend war mit dem vorzeitigen Turnier-Aus. Michele Zottoli war überhaupt nicht zufrieden: „Als vermeintliches Spitzenteam der Kreisliga B VI sind wir hier hektisch aufgetreten. Im entscheidenden Spiel gehen wir mit 1:0 in Führung, spielen dann im 15-Sekunden-Takt einen Fehlpass nach dem anderen. Wir haben uns unter Wert verkauft.“

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Ebenfalls mit nur einem Sieg verabschiedete sich auch der GSV Maichingen III bereits nach der Gruppenphase. Dem 1:0-Auftakterfolg gegen den SGV Freiberg II ließ das Team von Timo Klotz zwei knappe 0:1-Niederlagen gegen den DJK SV Ost Memmingen sowie der Sportvg Feuerbach II folgen. Letztlich fehlte dem GSV nur ein Tor zum Weiterkommen. Timo Klotz fand trotz des Ausscheidens Gefallen am Auftritt seiner Mannschaft: „Nur zwei Gegentore in drei Spielen können sich sehen lassen. Unser Aushilfstorwart Thomas Wagner, der normalerweise im Feld spielt, hat klasse gehalten.“

Nah dran an der K.-o.-Phase waren die U19-Junioren des VfL Sindelfingen – wobei die Bezeichnung U19-Junioren etwas über die wahre Zusammenstellung der Mannschaft hinwegtäuschte. So verstärkten Alexander Wetsch, Trainer der A-Junioren und Verbandsligaspieler des VfL, sowie dessen Teamkollegen Marcel Berberoglu, Raphael Molitor, Torwart Eduard Schnell und Mario Nikolovski das Nachwuchsteam. Letztlich fehlte aber auch dem VfL im letzten Gruppenspiel beim 1:2 gegen den SSV Rübgarten ein Tor, um die K.-o.-Runde zu erreichen. Gegen den TV 89 Zuffenhausen II hatte Sindelfingen mit 2:0 gewonnen, gegen den SSV Reutlingen II nur 0:0 gespielt. „Wir waren nicht clever genug“, haderte Alexander Wetsch nach dem Turnier-Aus, befand die Mischung seiner Mannschaft aber konkurrenzfähig: „Das hat gepasst. Wir haben unter anderen mit Azim Karayel und Armando Di Leo die technisch versierteren Spieler der A-Jugend mit an Bord gehabt, aber auch sie haben nun gesehen, dass es im Aktivenbereich auch aufs Körperliche ankommt.“

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Ungeschlagen durch die Gruppe gekommen, musste der SV Nufringen im ersten K.-o.-Spiel die Segel streichen. Die Mannschaft von Willi Zimmermann war gegen die U19-Junioren des SGV Freiberg bei der 0:3-Niederlage chancenlos: „Freiberg war eine Klasse besser, da gibt es keinen Zweifel. Ich weiß aber nicht, ob sich die beiden Ausrichtervereine einen Gefallen tun, ein Junioren-Oberligateam in der Qualifikation spielen zu lassen. In dieser Altersklasse geht meiner Meinung nach bereits der Leistungsfußball los.“

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Einen überragenden Eindruck hinterließen die U19-Junioren der SV Böblingen und qualifizierten sich völlig zurecht für das Finalwochenende. Lediglich im Auftaktspiel gegen den SV Nufringen stotterte der SVB-Motor. Danach hatten die Böblinger Junioren mit dem SV Magstadt (4:1), dem TSV Nellmersbach II (4:1), dem TV 89 Zuffenhausen (4:0) und dem SSV Rübgarten (3:0) keinerlei Probleme. SVB-Coach Ralf Lenhardt war sichtlich stolz auf seine Mannschaft, die unaufgeregt und hoch konzentriert den Sprung ins Hauptturnier schaffte.

Antonio D’Urso und Egzon Krajki freuen sich über die geglückte Qualifikation für das Hauptturnier. Bild: Zvizdiç

 

Von unserem Mitarbeiter Edip Zvizdiç

Müller:"Am Ende zählt nur das Weiterkommen"
Mittwoch 21.12.2016 Kreiszeitung BB.pdf
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21.12.2016: Bericht SZ/BZ, von Edip Zvizdic

Die Schwäche vom Neunmeterpunkt

Am zweiten Turniertag der Hallenfußball-Gala waren am Montagabend drei Kreisvereine am Start, die sich aber allesamt nicht für das Hauptfeld qualifizieren konnten. Während der TSV Schafhausen bereits in der Gruppenphase die Segel streichen musste, erwischte es den VfL Sindelfingen II und den GSV Maichingen II jeweils im ersten K.-o.-Spiel. Für das Hauptturnier, das vom 13. bis 15. Januar 2017 stattfindet, qualifizierten sich hingegen die Teams Türkspor Stuttgart (Bezirksliga Stuttgart) sowie SC Drita Kornwestheim (Kreisliga A Enz-Murr).

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Im vergangenen Jahr gelang dem TSV Schafhausen (Kreisliga A Enz-Murr) noch der Sprung in das Finalwochenende. Dieses Mal war die Mannschaft um den ehemaligen Maichinger Akteur Claus Heckner davon aber weit entfernt. TSV-Spielertrainer Johann Weber musste gleich auf mehrere Akteure verzichten, sodass die Hoffnungen auf ein erfolgreiches Turnier bereits vor dem ersten Spiel sehr gering waren. Nach drei Niederlagen – ganz bitter war die 0:5-Klatsche gegen den FSV Schwenningen – war das Turnier für Schafhausen beendet. „Natürlich stand der Spaß im Vordergrund, aber wir wollten uns definitiv besser verkaufen“, war Johann Weber mit dem Auftritt seiner Mannschaft nicht zufrieden. „Drei Niederlagen hätten nicht sein müssen.“

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Holprig startete der VfL Sindelfingen II ins Turnier und unterlag dem SC Drita Kornwestheim mit 0:1, danach aber spielte das Team von Kurt Müller einen temporeichen und guten Fußball und qualifizierte sich als Gruppenzweiter für die K.-o.-Phase. Hier traf der VfL auf Türkspor Stuttgart. Nach regulärer Spielzeit stand es 1:1, sodass im Neunmeterschießen der Sieger gesucht wurde. Während die Stuttgarter zwei ihrer Versuche nicht unterbringen konnten, scheiterten mit Hakki Karazehir, Ahmet Tütüncü, Endrit Syla und Sepher Parvizi gleich vier Sindelfinger Spieler an ihren Nerven.

Sehr zum Ärger von Kurt Müller: „Ich hatte eigentlich andere Schützen vorgesehen, aber alle, die dann verschossen haben, haben sich angeblich sicher gefühlt – hundertprozentig sicher sogar. Ich habe in all den Jahren hier schon viele Neunmeterschießen erlebt, aber das heute war der Tiefpunkt. Vier Mal zu verschießen geht gar nicht.“

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Im ersten K.-o.-Spiel erwischte es auch den Co-Gastgeber GSV Maichingen II. Durch die Gruppenphase noch ohne Punktverlust souverän durchmarschiert, musste sich der GSV dem FSV Schwenningen mit 1:2 beugen. Maichingens Coach Thomas Wohland war dennoch zufrieden: „Wir haben flott und ansehnlich gespielt, was auch unser Ziel war. Aber leider hat das dieses Mal nicht gereicht. Letztes Jahr haben wir uns für das Hauptturnier qualifiziert, das gelingt aber leider nicht jedes Jahr. Das Gute ist, wir hatten Spaß und keiner hat sich verletzt.“

Bedient nach dem Neunmeterschießen: VfL-Trainer Kurt Müller. Bild: Zvizdiç

 

Von unserem Mitarbeiter Edip Zvizdiç

21.12.2016: Bericht SZ/BZ, von Edip Zvizdic

Für jeden Spieler einen kleinen Pokal

Der VfL Sindelfingen und die SV Böblingen haben beim Junioren-Städtecup im Rahmen der Hallenfußball-Gala die ersten vier Titel unter sich aufgeteilt. Während der VfL bei den E- und F1-Junioren triumphierte, gewann die SVB bei den D- und F2-Junioren. Am kommenden Dienstag beschließen die C- und B-Junioren das Nachwuchsturnier im Sindelfinger Glaspalast.

In der jüngsten Altersklasse der F2-Junioren stellte die SV Böblingen in diesem Jahr das beste Team. Mit acht Punkten aus vier Spielen verdrängte die SVB den punktgleichen VfL Sindelfingen auf den zweiten Rang. Dem VfL wurde das abschließende 0:0 gegen den TV Darmsheim zum Verhängnis. So sicherte sich Böblingen mit 12:2 Toren gegenüber 9:0 Toren des VfL den Titel. Ebenfalls ungeschlagen kam auch der TVD durchs Turnier. Darmsheim musste sich aber mit sechs Punkten und Rang drei begnügen. Als Vierter mit vier Zählern trudelte der GSV Maichingen über die Ziellinie. Punkt- und torlos beendete der TSV Dagersheim diese Altersklasse auf dem letzten Platz. Das SVB-Trainertrio Mika Krivic, Daniel Boban und Rosano Gozza war sichtlich begeistert vom Titelgewinn ihrer Mannschaft: „Das Team hat so noch gar nicht zusammengespielt. Wir waren überrascht, wie gut unsere Jahrgänge 2009 und 2010 harmoniert haben. Das gibt auf jeden Fall eine Belohnung für die Jungs.“

Eine halbe Jahrgangsstufe drüber bei den F1-Junioren setzte sich der VfL Sindelfingen durch. Nach vier Siegen und einer makellosen Bilanz von 16:0 Toren strahlte Trainer Daniel Müller mit seinen Spielern um die Wette. „Schon letztes Jahr haben wir ohne Gegentor alle Spiele gewonnen“, sagte der VfL-Coach. „In dieser Altersklasse sind wir einfach die besten.“ Den zweiten Rang sicherte sich mit sieben Punkten die SV Böblingen. Rang drei behauptete der GSV Maichingen mit fünf Punkten vor dem TV Darmsheim, der vier Zähler auf dem Konto hatte. Den letzten Rang belegte auch hier punkt- und torlos der TSV Dagersheim.

Auch bei den E-Junioren hielt am Ende der VfL Sindelfingen den Siegerpokal in die Höhe. Mit acht Zählern sicherte sich das Team von Giuliano Belmonte und Christian Roll den Titel im Glaspalast. „Das ist bereits unser dritter Titel beim Junioren-Städtecup im Glaspalast“, freute sich das Sindelfinger Trainerduo. „Uns freut am meisten, dass alle Spieler zum Zug gekommen sind. Der Spaß steht nämlich immer noch im Vordergrund. Wenn dabei Titel herausspringen, umso schöner.“ Hinter dem VfL kam die SV Böblingen mit sieben Punkten ins Ziel. Auf Rang drei landete mit sechs Zählern und 2:0 Toren der TSV Dagersheim. „Schade, wir haben kein Spiel verloren, sind aber nur Dritter“, sagte TSV-Trainer Mejdin Hoxhaj. Mit fünf Punkten belegte der GSV Maichingen den vierten Rang vor dem punktlosen TV Darmsheim.

Mit dem festen Vorhaben, die Konkurrenz bei den D-Junioren zu gewinnen, war die SV Böblingen in den Glaspalast gekommen. Am Ende setzte sich das Team von Johannes Pfeiffer auch erwartungsgemäß durch, dennoch missfiel dem SVB-Coach der Auftritt seiner Mannschaft: „Wir wollten hier alle Spiele souverän gewinnen, das ist uns nicht gelungen, da wir gegen Sindelfingen nur 1:1 gespielt haben.“

Dennoch reichte es mit zehn Punkten zum Titelgewinn. „Vor zwei Jahren haben wir bei den E-Junioren auch schon gewonnen“, freute sich Johannes Pfeiffer dennoch über den Turniersieg. Als Zweiter kam der VfL Sindelfingen mit sieben Punkten ins Ziel. Dahinter setzte sich der GSV mit sechs Zählern aber der besseren Tordifferenz – 9:4 gegenüber 4:8 – gegen den TSV Dagersheim durch. Chancenlos war der TV Darmsheim, der ohne Punkte das Turnier beendete.

Das Foto zeigt die erfolgreichen F1-Junioren des VfL Sindelfingen (dunkle Trainingsjacken) und F2-Junioren der SV Böblingen zusammen mit den Junioren-Städtecup-Sponsoren der Württembergischen Versicherung. Bild: Zvizdiç

 

Von unserem Mitarbeiter Edip Zvizdiç

"Man kennt und schätzt sich quer durch alle Teams"
Dienstag 20.12.2016 Kreiszeitung BB.de.p[...]
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20.12.2016: Bericht SZ/BZ, von Edip Zvizdic

Die SVB ist das Maß aller Dinge

Bereits zum 14. Mal ging im Rahmen der Hallenfußball-Gala im Sindelfinger Glaspalast der AH-Städtecup über die Bühne. Im Modus „Jeder gegen Jeden“ war die SV Böblingen dieses Jahr das Maß der Dinge und sicherte sich nach 2004 und 2013 nun zum dritten Mal den Titel bei den Alten Herren. Damit rückte die SVB bis auf einen Turniersieg an die beiden Rekordsieger VfL Sindelfingen (2003, 2008, 2012, 2015) und TV Darmsheim (2006, 2007, 2010 und 2014) heran. Die weiteren Sieger: TSV Dagersheim (2005 und 2009) sowie der GSV Maichingen (2011).

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In den vergangenen beiden Jahren hatte die SV Böblingen bereits eine mit ehemaligen Drittliga-Spielern gespickte Mannschaft am Start, kam aber nicht über den letzten respektive dritten Platz hinaus. Dieses Mal allerdings wurde die SVB ihrer Favoritenrolle vollauf gerecht. Thomas Fritz, Denis Tuksar, Mario Estasi, Frank Sieber und Mile Miletic, dazu im Tor Miro Vlasic ließen vom ersten Spiel an nichts anbrennen und sicherten sich mit 13 Punkten den Titel bei den Alten Herren. Lediglich im Spiel gegen den GSV Maichingen musste sich Böblingen mit einem 0:0 begnügen. Das abschließende 2:1 gegen den TSV Dagersheim, dank zweier Treffer von Egbert Schwartz, machte den dritten Turniersieg perfekt.

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Ebenfalls beeindruckend spielte der Sportkreis Böblingen auf. Dirk Weckfort hütete gewohnt zuverlässig das Tor, davor räumten Christos Kiwranoglou und Holger Bittmann ab. Um die Offensive kümmerten sich Imre Toth, Carsten Wagner und der viermalige Torschütze Elvir Adrovic. Mit zwölf Zählern landete das von Dieter Wünsch zusammengestellte Team somit auf Rang zwei. Den ersten Turniersieg unter dem Dach des Glaspalasts vereitelte im direkten Duell die SV Böblingen, die dank eines Treffers von Jorge Calderon mit 1:0 gewann. So musste sich der Sportkreis wie 2014 mit dem zweiten Platz begnügen.

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Auf dem dritten Rang landete mit sieben Punkten der GSV Maichingen. Teamchef Andreas Schrempf schickte das jüngste Team der AH-Konkurrenz ins Rennen, was sich nach anfänglichen Problemen auszahlen sollte. Nach zwei Niederlagen zu Beginn drehte vor allem Stefan Fenchel auf, der sich mit fünf Treffern die Torjägerkrone sicherte. Dreh- und Angelpunkt im Spiel des GSV war aber Qazim Syla. Der Vater von Sindelfingens Verbandsligaspieler Endrit Syla glänzte mit drei Turniertoren und etlichen Vorlagen. Zum Abschluss gelang dem GSV noch ein Turnierrekord. Der 6:0-Sieg gegen den TV Darmsheim war der bislang höchste Sieg in 14 Jahren AH-Städtecup

Sechs Punkte hatte am Ende der TSV Dagersheim auf dem Konto, kam damit aber nicht über Platz vier hinaus. Die beiden Siege verbuchte die Mannschaft um Rainer Reichel und Michele Zottoli, Spielertrainer des TSV Dagersheim II, gleich zu Beginn gegen den VfL Sindelfingen und den GSV Maichingen. Schmerzhaft war dann aber vor allem die 0:2-Pleite gegen den TV Darmsheim, von der sich der TSV nicht mehr erholte und die einen Vorstoß unter die Top drei verhinderte.

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Ganz schwach präsentierte sich der VfL Sindelfingen. Das Spiel des Titelverteidigers und Rekordsiegers besserte sich erst, als sich Thomas Dietsche, sportlicher Leiter des VfL, und Kurt Müller, Trainer des VfL Sindelfingen II, bereits nach drei Partien verabschiedeten. So gelang der Mannschaft um Torwart Michael Willer, Luis Almeida, Oliver Annecke und Jürgen Wegner zumindest noch ein 2:0-Sieg gegen den TV Darmsheim, wodurch der erstmals drohende letzte Platz noch gerade so verhindert werden konnte. Denis Gonsior, noch aktiv beim TV Darmsheim, lief im Glaspalast für seinen Heimatverein auf, konnte aber trotz zweier Turniertreffer – davon einer gegen den TVD – auch nicht an die Leistung des Vorjahres anknüpfen.

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Als Sechster und damit Letzter der AH-Konkurrenz trudelte der TV Darmsheim mit nur drei Zählern ins Ziel. Lediglich beim 2:0-Erfolg gegen den TSV Dagersheim gelang dem Team um Spielleiter Frank Laier ein Sieg. Für ein Novum in der Turniergeschichte sorgte der TVD dennoch. Mit Nadine Kaufmann spielte erstmals eine Frau beim AH-Städtecup mit. Mangels Alternativen kam Andreas Steegmüller auf der Weihnachtsfeier auf die Idee, die F2-Trainerin zu fragen. „Zuerst hieß es, dass das nicht möglich sei, dann kam aber das Okay der Turnierorganisatoren“, freute sich die Regionenliga-Torhüterin des TSV Grafenau auf ihren Einsatz. Das am Ende nicht mehr als der letzte Platz heraussprang lag aber nicht an Nadine Kaufmann, die bis auf das abschließende 0:6 gegen Maichingen mit Bravour ihren Mann stand.

Gruppenbild der alten Kämpen: Darmsheim trägt Blau, Dagersheim Schwarz, Maichingen Grün, der Rest spielt in weißen Trikots. Auf dem Bild von links sind das einigermaßen sortiert die SV Böblingen, der Sportkreis (grüne Werbung) und der VfL Sindelfingen. Bild: Photo 5

 

Von unserem Mitarbeiter Edip Zvizdiç

"Die Favoriten setzen sich wieder einmal durch"
Montag 19.12.2016 Kreiszeitung BB.de.pdf
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19.12.2016: Bericht SZ/BZ, von Edip Zvizdic

Bandenbauer und Kunstrasenkünstler

Damit heute, Punkt 9.30 Uhr, die Mannschaften des FSV Weiler zum Stein und Phönix Pfalzgrafenweiler die 34. Hallenfußball-Gala eröffnen können, legten die Helfer des GSV Maichingen und des VfL Sindelfingen gestern kräftig Hand an.

Der VfL Sindelfingen und der GSV Maichingen haben wieder einmal ganze Arbeit geleistet. Während der Aufbau der Bande traditionell zum Aufgabenbereich der beiden Turniergastgeber gehört, kümmert sich die Firma Polytan GmbH aus dem oberbayerischen Burgheim um die Verlegung des vier Zentimeter hohen Kunstrasens. 13 Vier-Meter-Bahnen haben Anton Kugler und sein erfahrenes Team im Glaspalast quer zum Spielfeld ausgerollt. Damit diese Bahnen nicht während der Partien auseinanderdriften, werden pro Quadratmeter Rasen gut fünf Kilogramm Gummigranulat verteilt. „Das sind dann insgesamt etwa neun Tonnen“, bestätigt Anton Kugler, der seit vielen Jahren schon Mitte Dezember im Glaspalast routiniert seine Arbeit verrichtet. „Das läuft hier mit den Helfern Hand in Hand. Die sind genauso eingespielt wie wir.“

Die freiwilligen Helfer aus beiden Lagern haben die rund zwei Meter langen Holzplatten nach sechs Stunden Arbeit zu einer Rundumbande verschraubt. „Auf den Längsseiten sind das 50 Meter und hinter den Toren jeweils 30 Meter“, weiß Siegfried Seider, Spielleiter der Sindelfinger Verbandsligakicker. Jeweils um eine Längs- und eine Querseite kümmern sich die Maichinger, während parallel dazu die Sindelfinger auf der anderen Seite ihren Job verrichten. „Wir waren heute weniger Helfer, dafür aber schneller fertig als die Sindelfinger“, konnte sich Helmut Wagner vom GSV eine augenzwinkernde Frotzelei in Richtung VfL nicht verkneifen.

Bis zum 15. Januar 2017, dem Endspieltag der Hallenfußball-Gala, verleihen nun das Kunstrasenspielfeld samt der Umrandung dem Sindelfinger Sporttempel einen etwas anderen Look. Für die beiden Glaspalast-Geschäftsführer Claus Regelmann und Uwe Dieterich eine willkommene Abwechslung. „Wir freuen uns, dass unsere Halle einen etwas anderen Anstrich bekommt.“ In den sauren Apfel müssen lediglich die Leichtathleten beißen, die bis Mitte Januar nur die 200-Meter-Laufbahn um das Spielfeld herum nutzen können. „Olympiastützpunkt und die VfL-Leichtathleten trainieren trotzdem weiter, unter der Woche meistens in den Morgenstunden, wenn der Gala-Betrieb noch nicht gestartet ist“, so Claus Regelmann

In neuem Glanz erstrahlt auch der Bewirtungsbereich im Otto-Welker-Saal, ehemals Spiegelsaal genannt. Auf Bitten von Mercedes-Benz ist die Fläche vergrößert worden. Das gelang nur, weil der Küchenbereich in das Wettkampfbüro ausgelagert wurde. „Für den Junior Cup sollte der Vip-Raum größer werden, so dass wir nun mit der Auslagerung diesem Wunsch von Mercedes Rechnung tragen“, sagt Uwe Dieterich. Dass dadurch unter anderem Regio TV während des Junior Cups am 6. und 7. Januar von seinem angestammten Platz wird weichen müssen, stufen Claus Regelmann und Uwe Dieterich nicht als Problem ein. „Wir haben für alles eine Lösung“, geben sich die beiden entspannt.

Ähnlich gelassen präsentiert sich nach getaner Arbeit auch die Riege der Polytan GmbH. Erst am 16. Januar, also genau einen Monat nach der Verlegung des Kunstrasens, wird dieser wieder aufgerollt und das Gummigranulat wieder aufgesaugt. „Nirgendwo liegt der Rasen so lange wie hier im Glaspalast“, weiß Anton Kugler aus Erfahrung. „Normalerweise bauen wir bei anderen Veranstaltungen schon nach zwei oder drei Tagen wieder ab. Die Hallen-Gala hier im Glaspalast ist wirklich in allen Belangen ein ganz besonderes Turnier.“

Info

Spielpläne und mehr unter der Adresse www.hallenfussballgala.de im Netz.

Die freiwilligen Helfer des VfL Sindelfingen und GSV Maichingen vereint mit den Kunstrasenexperten der Polytan GmbH. Bild: Zvizdiç

 

Von unserem Mitarbeiter Edip Zvizdiç

16.12.2016: Bericht SZ/BZ, von Edip Zvizdic

Ein deutscher Meister ist auch dabei

Ab morgen, Punkt 9.30 Uhr, beginnt die Vorqualifikation zur 34. Hallenfußball-Gala im Sindelfinger Glaspalast mit der Partie zwischen dem FSV Weiler zum Stein und Phönix Pfalzgrafenweiler. Bis zum 30. Dezember haben dann insgesamt 120 Mannschaften die Möglichkeit, einen der noch 15 freien Plätze für das Hauptturnier zu ergattern. Darüber hinaus behalten sich die Turnierorganisatoren des VfL Sindelfingen und GSV Maichingen vor, zwei Wildcardplätze zu verteilen. Mit den 28 bereits gesetzten Teams gehen somit traditionell 45 Mannschaften in das Hauptturnier, welches vom 13. bis 15. Januar 2017 ausgespielt wird.

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Bereits für das Hauptfeld gesetzt ist der TSV Dagersheim. Und das, obwohl der ehemalige Landesligist mittlerweile in der Kreisliga A, Staffel II, angelangt ist. „Normalerweise setzen wir Mannschaften nur ab der Bezirksliga Böblingen/Calw für die Hauptrunde der Hallen-Gala“, erklärt Gerd Klauß, Abteilungsleiter des GSV Maichingen. „Aber beim TSV haben wir eine Ausnahme gemacht. Aus langjähriger Verbundenheit zu einem unserer Stammgäste.“

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Außerhalb des Bezirks Böblingen/Calw muss ein Team mindestens Landesliga spielen, um bei der Hallen-Gala für das Hauptfeld gesetzt zu werden. Aber auch hierbei behalten sich VfL und GSV Ausnahmen vor: „Die beiden Bezirksligisten TSV Eltingen und der TSV Münchingen sind ebenfalls seit vielen Jahren bei unserem Turnier dabei, also haben wir auch diese beiden Teams gesetzt“, so Gerd Klauß, der sich gemeinsam mit GSV-Funktionär Freddy Hatwieger um den Spielplan kümmert.

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Dass die Hallen-Gala mit dieser Handhabe qualitativ vielleicht an Wert verliert, diese Befürchtung hat Gerd Klauß nicht: „Wir haben mit dem VfR Garching und dem FC Nöttingen einen bayrischen und einen baden-württembergischen Regionalligisten am Start. Dazu gesellt sich mit den Stuttgarter Kickers II ein Oberligist sowie sieben Verbandsligisten. Wir waren in den vergangenen Jahren schon deutlich schlechter besetzt.“

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Mit dabei und ebenfalls gesetzt für das Hauptturnier ist auch ein ehemaliger deutscher Meister. Der Freiburger FC, deutscher Titelträger 1907, ist mittlerweile aber in der Verbandsliga (Südbaden) angekommen

Alt Titelverteidiger geht die SV Böblingen ins Rennen. Mit dem Turniersieg im vergangenen Winter, dem inzwischen fünften im Sindelfinger Glaspalast, krönte sich die SVB darüber hinaus zum alleinigen Rekordsieger der Hallen-Gala. Da die Böblinger in der vergangenen Winterpause auch das Herrenberger Turnier sowie die eigene Veranstaltung gewinnen konnten, gehen sie wieder als einer der Favoriten auf den Siegerscheck in Höhe von 2500 Euro ins Rennen. Und das trotz der derzeitigen Querelen um den geschassten Trainer Bernd Hoffmann (die SZ/BZ berichtete).

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Gerne hätte Gerd Klauß noch mehr Mannschaften in der Qualifikation begrüßt, allerdings lässt der Kalender das dieses Jahr nicht zu. „Dieses Mal haben wir leider nur einen langen Tag, an dem wir von morgens bis abends durchspielen können, und das ist gleich morgen am Eröffnungstag. Weihnachten und der Jahreswechsel fallen dieses Jahr auf Wochenenden, sodass diese Tage für die Qualifikation wegfallen.“

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Absagen hagelte es in den Tagen vor dem Turnierstart einige. So zog unter anderen der VfL Oberjettingen, der die Ehre hatte, das Eröffnungsspiel absolvieren zu dürfen, am Montag seine Teilnahme zurück. „14 von infrage kommenden 18 Spielern haben mir aus verschiedenen Gründen abgesagt“, sagte Marcus Ruß. Dem Oberjettinger Abteilungsleiter war die kurzfristige Absage „selber peinlich, aber nicht mehr zu ändern. Mit einem Rumpfteam hätten wir uns sonst nur abschießen lassen.“ Selbst Ausrichter des Jettinger Hallenturniers, weiß Marcus Ruß, dass eine kurzfristige Absage „den Organisatoren nie schmeckt. Aber lieber fünf Tage vorher, als nur einen Tag vor Turnierbeginn. So haben VfL und GSV zumindest noch Zeit, den Platz im Teilnehmerfeld neu zu besetzen.“

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Eingebettet in die Hallen-Gala ist auch dieses Jahr der Junioren-Städtecup mit den Teams des VfL Sindelfingen, GSV Maichingen, SV Böblingen, TSV Dagersheim und TV Darmsheim. Den Wettkampf der Kernorte mit den Teilorten eröffnen bereits am Sonntag die E-  und D-Junioren, gefolgt von den F1- und F2-Konkurrenzen. Abends spielen dann die A-Junioren parallel mit den Alten Herren ihren Sieger aus.

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Komplettiert wird der Jugend-Städtecup am 27. Dezember von den C- und B-Junioren. Da der TSV Dagersheim und der TV Darmsheim dieses Jahr keine A-Junioren-Mannschaften im Wettbewerb stellen, springen die Spvgg Holzgerlingen und die Spvgg Weil im Schönbuch ein. Bei den Alten Herren erweitert der Sportkreis Böblingen bereits seit einigen Jahren das sechs Teams umfassende Starterfeld.

Im vergangenen Januar durften die Fußballer der SV Böblingen den Pokal im Glaspalast in die Höhe recken und den Siegerscheck in Empfang nehmen. Zu den ersten Gratulanten gehörte Sindelfingens Oberbürgermeister Dr. Bernd Vöhringer (vorne, Zweiter von links). Bild: Photo 5/A

 

Von unserem Mitarbeiter Edip Zvizdiç

Berichte 2015/2016

SZ/BZ-Bericht vom 12.01.2016 (Edip Zvizdic)

Was für eine Winterrunde für die SV Böblingen: Nach den Turniersiegen in Herrenberg und in der heimischen Murkenbachhalle gewann die Mannschaft von Bernd Gluiber und Steffen Lauser nun auch den Titel im Sindelfinger Glaspalast. Für die SVB war das bereits der zweite Titelhattrick bei den drei großen Turnieren im Kreis. Bereits zum Jahreswechsel 1995/1996 hatten die Böblinger die Hallenrunde dominiert und insgesamt 9500 D-Mark kassiert.

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Dieter Schneider, stellvertretender Abteilungsleiter und wandelnde SVB-Datenbank, erinnert sich gerne zurück: „Damals haben wir hier die Amateure von 1860 München im Endspiel mit 2:0 besiegt. Überragender Spieler war Martin Oßwald, der auch als bester Gala-Spieler ausgezeichnet wurde.“ Die Krönung der Saison folgte ein halbes Jahr später, als der SVB auch noch der Oberliga-Aufstieg gelang. „Mal sehen, ob wir das auch noch hinkriegen“, scherzte Dieter Schneider.

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Ein Triple der besonderen Art sicherte sich Steffen Lauser (Bild: Photo 5/A). 2003 hatte der Böblinger mit der A-Jugend der Hertha BSC Berlin den Mercedes-Benz Junior Cup gewonnen. Im vergangenen Jahr war der ehemalige Dänemark-Profi (AC Horsens) im Trikot der Spvgg Holzgerlingen Torschützenkönig im Glaspalast. Nun folgte der erste Titelgewinn bei der Hallenfußball-Gala. „Ich bin mir ziemlich sicher, dass das noch niemand geschafft hat“, freute sich der 31-Jährige.

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Den fünften Titelgewinn der SV Böblingen bei der Hallenfußball-Gala gewannen: Tom Talmon Gros, Filip Primorac, Christian Mijic, Ivan Vargas Müller, Yannick Toth, Marcel Pfeiffer, Steffen Lauser, Faruk Korkmaz, Daniel Knoll, Sascha Raich, Patrick Scheele.

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Der GSV Maichingen war am zweiten Hauptrundenspieltag bereits in der Frühe gut vertreten. Während die erste Mannschaft traditionell erst am Samstagabend am Ball ist, mussten die Zweite und Dritte schon morgens ran. Dem GSV II von Thomas Wohland gelang dabei ein beachtliches 1:1 gegen den Landesliga-Spitzenreiter VfL Pfullingen. Es blieb der einzige Punkterfolg. Auch das dritte Maichinger Team, eine Mischung aus A-Junioren und den Alten Herren, hatte sich für die Hauptrunde qualifiziert und überzeugte. Nach knappen Niederlagen gegen die Young Boys Reutlingen und den Turniermitfavoriten VfB Neckarrems trotzte der GSV III der Spvgg Feuerbach und auch dem SSV Zuffenhausen jeweils ein 0:0 ab. „Bei uns hat alles harmoniert“, freute sich Junioren-Coach Alfred Mittmann über das Abschneiden und witzelte: „Die Jungen sind enttäuscht, die Alten hingegen froh, dass das Turnier vorbei ist.“

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Bestens gelaunt kamen Ömür Bozkurt und Mihal Berberoglu zur Gala-Hauptrunde. Das Trainergespann des TSV Münchingen wollte mit einem guten Auftritt die bislang schwache Saison in der Landesliga, Staffel I, vergessen machen und sich im Glaspalast für die Rückrunde einstimmen. Das Vorhaben gelang mit dem Viertelfinaleinzug vollauf. Höhepunkt für Ömür Bozkurt war das Gruppenspiel gegen den VfL Sindelfingen, den er als Co-Trainer vor rund eineinhalb Jahren missmutig verlassen hatte. „Das ist Schnee von gestern“, wollte er nicht nachkarten, gab aber zu: „Ich habe mich aber auf das Duell gefreut, und meine Jungs haben gegen den VfL auch ihr bestes Spiel gezeigt.“

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Ein Wiedersehen mit seinen ehemaligen Schützlingen Maikel Boric und Gökhan Akyüz – im Einsatz für Fortuna Böblingen – feierte Mario Estasi. Der Trainer der Young Boys Reutlingen hätte seine ehemaligen Weggefährten bei der SV Böblingen am liebsten gleich mitgenommen: „Was Maikel und Gökhan hier veranstalten ist ganz große Klasse.“ Den Turniersieg traute er den Fortunen aber nicht zu und ahnte richtig. „Ich glaube, die SVB holt sich den Titel.“

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Ein weiteres Wiedersehen gab es für den Reutlinger Coach im letzten Gruppenspiel mit Trainerkollege Ingo Ramljak. Gemeinsam spielten die beiden vor knapp drei Wochen in Böblinger Farben beim AH-Städtecup, kamen dabei aber nicht über Rang drei hinaus. Das Aufeinandertreffen bei der Gala entschied Mario Estasi mit seinen Young Boys mit 2:0 für sich, was das Aus des SSV Zuffenhausen besiegelte.

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Mit dem TSV Ehningen bereits am Freitagabend gescheitert, war ein Gala-Besuch für Zeljko Milcic am Sonntag trotzdem beschlossene Sache. Die Daumen drückte er am Endspieltag dem SKV Rutesheim. Aus gutem Grund: Das Tor des Landesligisten hütet Marijo Milcic. Die väterliche Unterstützung brachte aber nichts ein. Bereits in der Zwischenrunde war das Turnier für Rutesheim beendet.

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Das Auftreten einzelner Schiedsrichter während des Finalwochenendes war ein viel diskutiertes Thema im Glaspalast. Nicht nur die Verantwortlichen der beiden Turnierorganisatoren VfL Sindelfingen und GSV Maichingen, sondern auch viele Trainer und Spieler äußerten sich unzufrieden. „Das war definitiv nicht das beste Turnier der Schiedsrichter. Einige sind hier ohne jegliches Fingerspitzengefühl aufgetreten“, nahmen Darmsheims Trainer Tobias Lindner und Young Boys Reutlingen-Coach Mario Estasi kein Blatt vor den Mund.

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Dass es viele Männer an der Pfeife besser können, zeigte sich während der entscheidenden Phase des Turniers. Stark agierten zum Beispiel Tobias Reichel (GSV Maichingen) und Marcel Lalka (TSV Schönaich), die ihre Partien mit der richtigen Körpersprache und entschiedener Gestik ohne Probleme über die Bühne brachten.

Der Böblinger Tom Talmon Gros, bester Torwart der Hallen-Gala, und der Schönaicher Mark Schildt, mit zehn Treffern bester Torschütze des Turniers, spielten sich mit ihren Leistungen in die SZ/BZ-Mannschaft des Turniers.

Den Titel des besten Spielers sicherte sich verdientermaßen der Freiberger Marius Kunde. Der neunfache Turniertorschütze war maßgeblich am Vorstoß des Oberligisten bis ins Endspiel beteiligt. Sein Pendant auf Böblinger Seite war Daniel Knoll, der zwar nicht zu individuellen Ehren kam, aber mit klugem Spiel den fünften Gala-Titel der SVB gewinnen konnte. Marcel Höniges (FC Germania Friedrichstal) und Faton Sylaj, der zwar mit dem Turnierfavoriten Calcio Leinfelden-Echterdingen im Achtelfinale die Segel strich, aber es dennoch schaffte, aus der unterhaltsamsten Mannschaft der diesjährigen Gala herauszustechen.

Mark Schildt (links) war der beste Torschütze der diesjährigen Hallen-Gala, Marius Kunde (Mitte) der beste Spieler und Tom Talmon Gros der beste Torwart. Bild: Photo 5

Traditionell übergibt der VfL Sindelfingen den Thekendienst vor dem Achtelfinale an den GSV Maichingen. Dies nutzte Ralf „Ralle“ Brenner dazu, im Spiegelsaal den ehrenamtlichen Helfern zu danken: „Ich ziehe meinen Hut vor euch.“ Einen der Helfer, den ältesten, hob der VfL-Abteilungsleiter besonders hervor: „Es ist mir ganz wichtig, ihn zu loben“, richtete sich seine Anerkennung an Hans Kronenbitter, der seit 27 Jahren während der Gala an der Theke seinen Dienst verrichtete. Dem so Gelobten war der Rummel etwas zu viel, so reichte er die Komplimente weiter: „Ein Chef ist immer nur so viel wert wie sein Team.“ Von der Sindelfinger Abteilungsleitung gab es für den 84-Jährigen Wein und Gutscheine – und ein Versprechen: „Hans, Du hast hier bei der Gala eine Dauerkarte auf Lebenszeit.“

SZ/BZ-Bericht vom 11.01.2016

SVB steigt zum Rekordsieger auf

Die SV Böblingen hat die 33. Sindelfinger Hallenfußball-Gala im Glaspalast gewonnen und sich mit dem fünften Titel zum alleinigen Rekordsieger in der Nachbarstadt aufgeschwungen. Nach den Erfolgen beim Turnier in Herrenberg und beim eigenen Turnier in der Murkenbachhalle ist der Triumph bei der Gala der dritte und ganz sicher der wichtigste für das Team von Trainer Bernd Gluiber. Der Verbandsligist sichert sich damit die 2500 Euro Siegprämie. Platz zwei und 1250 Euro nahm der Oberligist SGV Freiberg mit nach Hause, der sich im Finale im Neunmeterschießen geschlagen geben musste. Den dritten Platz samt 500 Euro Prämie erkämpfte sich der TSV Schönaich. Im Neunmeterschießen gegen den FC Germania Friedrichstal (250 Euro) kletterte der Bezirksligist auf das Podest.

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Eine Böblinger Stärke war am Sonntag die Lockerheit und das Selbstvertrauen, mit der die Mannschaft nach zwei Turniererfolgen zu Werke ging. Mit routinierten Hallen-Experten wie Steffen Lauser oder Ivan Vargas Müller und einigen anderen, die in der Lage sind, ein Spiel zu entscheiden, hatte die SVB aber einfach auch eine starke Mannschaft. Der Siegerpokal ging nicht unverdient nach Böblingen.

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Christian Mijic stand am Sonntag überraschend im Böblinger Kader. Am Freitagabend hatte sich der SVB-Stürmer noch bei einem Zweikampf im Glaspalast die Nase gebrochen, fieberte aber dennoch seinem Einsatz entgegen. „Ich wollte unbedingt dabei sein, denn wir hatten hier etwas vor“, sagte Christian Mijic. Die gebrochene Nase schien ihn nicht im Geringsten am Spiel zu hindern, trug er doch mit sechs Toren maßgeblich zum fünften Titelgewinn der Böblinger beim Sindelfinger Turnier bei. „Das hat sich gelohnt“, freute sich Mijic nach getaner Arbeit.

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Nicht nur deswegen gerieten Bernd Gluiber und sein spielender Co-Trainer Steffen Lauser ins Schwärmen: „Was die Jungs hier abgeliefert haben, war phänomenal“, so Gluiber. „Es fühlt sich gut an, die Gala zu gewinnen. Und der Titel wird hilfreich sein und wird uns Schwung geben für die anstehende Rückrunde.“

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Die Vorkommnisse in der Partie Fortuna Böblingen gegen Young Boys Reutlingen gingen völlig ohne Handgreiflichkeiten ab. Im Halbfinale zwischen dem TSV Schönaich und dem SGV Freiberg war das anders. Kurz vor Spielende – Freiberg führte bereits mit 2:0 – überschlugen sich die Ereignisse. Ein Gerangel zwischen Schönaichs Ahmet Ünal und Freibergs Shaibou Oubeyapwa löste minutenlange Tumulte auf dem Platz aus, an dessen Ende Kerim Karayel (TSV) und Demir Januzi (SGV) nach einer Schlägerei mit Rot vom Platz mussten. Eine weitere Rote Karte gegen Schönaichs Mert Köse nahm Schiedsrichter Manuel Dürr (SV Mötzingen) auf Rückfrage bei den Freibergern allerdings zurück.

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Sichtlich gezeichnet waren nach Ende des zweiten Halbfinals Schönaichs Abteilungsleiter Jürgen Lutz und sein Trainer Mustafa Cakal, die die Ereignisse erst einmal verarbeiten mussten. Mit ein wenig Abstand und einer deftigen Standpauke in der Kabine äußerte sich der TSV-Coach: „Auch wenn die Aggression vielleicht vom Gegner ausgegangen ist, so etwas darf nicht passieren. Wir werden uns Konsequenzen überlegen, denn kein Spieler darf sich über den Verein stellen. Das ist schade, denn sportlich haben wir ein fantastisches Turnier absolviert und das zweitbeste Ergebnis jemals hier in Sindelfingen erreicht.“

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Statistik: Insgesamt waren bei der 33. Hallenfußball-Gala 135 Mannschaften am Start. In 340 Spielen erzielten rund 1500 Spieler unter Leitung von 45 Schiedsrichtern 1086 Tore. 250 Ehrenamtliche des VfL Sindelfingen und GSV Maichingen leisteten „mit viel Herzblut“, so GSV-Abteilungsleiter Gerd Klauß, knapp 5000 Arbeitsstunden

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Ein sehr gutes Turnier spielte der TSV Dagersheim. Im Achtelfinale musste sich das Team von Dieter Grieb den Young Boys Reutlingen nach Neunmeterschießen geschlagen geben. Unglücksraben waren Tim Earnshaw und Marko Tomic, die mit ihren Versuchen scheiterten. „Das ist schade, wir waren mit dem Landesligisten absolut auf Augenhöhe“, trauerte der Dagersheimer Coach der verpassten Chance nach. „Von den letzten Acht in die Preisränge zu kommen, wäre dann auch nicht mehr weit gewesen.“

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Ebenfalls in der Runde der letzten 16 verabschiedete sich der TV Darmsheim. Und ärgerte sich nach Spielschluss weniger über die 1:3-Niederlage gegen den SGV Freiberg sondern mehr über den Spielabbruch der Partie Fortuna Böblingen gegen Young Boys Reutlingen. „Wenn die Partie normal zu Ende gespielt wird, dann treffen wir im Achtelfinale nicht auf Freiberg sondern auf Dagersheim“, war TVD-Coach Tobias Lindner erbost. „Das wäre natürlich auch keine Garantie zum Weiterkommen gewesen, aber so wäre zumindest ein weiterer Kreisverein im Viertelfinale gewesen.“

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Erklärter Fan der Hallenfußball-Gala ist Enzo Marchese. Der Kapitän des Drittligisten Stuttgarter Kickers musste krankheitsbedingt auf das Trainingslager auf Teneriffa verzichten, war aber sowohl am Freitag als auch am Finalsonntag im Glaspalast zugange. Zum Einen, um sich ein Bild der zweiten Kickers-Mannschaft zu machen. Zum Anderen wegen der Fortuna Böblingen. Beiden Teams brachte er aber kein Glück. „Für mich ist die Gala immer ein Highlight, zumal ich 2010 mit den Kickers hier gewonnen habe.“

 

Von Edip Zvizdiç und Steffen Müller

Triple für Böblingen und Steffen Lauser

Fußball: Aus dem Glaspalast

VON MICHAEL STIERLE UND SASCHA BERGER

Zweiter Dreifachtriumph: Wer wissen will, wie die SV Böblingen in der jüngeren Vergangenheit wie abgeschnitten hat, braucht nur Dieter Schneider aus dem Vorstandsteam zu fragen. "Der letzte Dreifachtriumph war 1996", sagte er. Gemeint sind Turniererfolge in Herrenberg, Böblingen und Sindelfingen. Im Längenholz und am Murkenbach hatte die SVB bereits vorgelegt. "Damals gab's im Finale der Gala ein 2:0 gegen die Amateure von 1860 München mit einem überragenden Martin Oßwald, insgesamt spielte die Mannschaft 9500 Mark ein." Die Krönung sollte aber noch folgen: "In dieser Saison sind wir auch noch in die Oberliga aufgestiegen", so Schneider mit einem vielsagenden Blick Richtung seines Trainers Bernd Gluiber.

 

Noch ein Triple: Böblingens Co-Trainer Steffen Lauser hat sich am Sonntag fast schon verewigt im Glaspalast. Mit Hertha BSC gewann er den Junior-Cup, im vergangenen Jahr wurde er mit Holzgerlingen Torschützenkönig und jetzt gewann er die Gala. "Ich glaube kaum, dass das außer mir noch einem Spieler gelungen ist", sagte er mit einem spitzbübischen Grinsen. Dabei wollte er eigentlich gar nicht auflaufen, spielte nur deshalb, weil Simon Hauth, Dejan Djordjevic (beide krank), Marco Bernhard und Marcel Pfeiffer (beide verletzt) passen mussten.

 

Mit kaputter Nase auf Torejagd: Am Freitagabend hatte es ihn nach einem unglücklichen Zusammenprall gleich im zweiten Spiel erwischt. Mit angeknackster Nase war für den Böblinger Christian Mijic die Vorrunde beendet - es ging ab ins Krankenhaus. Am Sonntag tauchte er - überraschend - doch wieder im Glaspalast auf. "Nicht ganz gebrochen, ein bisschen geschwollen, Luft bekomme ich auch. Der Arzt hat gemeint, ich kann kicken." Und das tat er auch, im ersten Zwischenrundenspiel traf er beim 5:1 gegen den VfL Sindelfingen II gleich dreimal - und empfahl sich als möglicher Kandidat für die Torjägerkrone, die am Ende aber der Schönaicher Mark Schildt einheimste.

 

Richtige Vorhersage: Einen guten Riecher bewies Mario Estasi. Nachdem er sich als Trainer von Young Boys Reutlingen aus dem Turnier gegen Germania Friedrichstal verabschiedete, hatte er seine Ex-Mannschaft SV Böblingen ganz oben auf dem Tippzettel. "Die ist richtig gierig auf den Turniersieg." Hätten die Young Boys gegen Friedrichstal gewonnen, wäre es für ihn im Halbfinale zum nicht uninteressanten Duell gegen Böblingen gegangen. "Wir haben es trotzdem ganz gut gemacht. Aber ohne echten Stürmer war's schwierig."

 

Gleich weiter nach Aidlingen: Nicht tragisch nahm Trainer Kurt Müller vom VfL Sindelfingen II das Aus in der Zwischenrunde. Am Nachmittag setzte er sich ins Auto und fuhr nach Aidlingen. "Beim Turnier des FSV Deufringen stehen wir im Viertelfinale, das ist eher unsere Kragenweite."

 

Wiedersehen mit dem Heimatverein: An den drei Tagen des Hauptturniers im Glaspalast gibt es auch immer wieder ein Wiedersehen. Ömür Bozkurt schaute als Coach des TSV Münchingen vorbei, der Groll des früheren Co-Trainers des VfL Sindelfingen auf seinen Ex-Klub, nachdem er bei der Nachfolge für Thomas Dietsche nicht berücksichtigt wurde, ist verflogen. Seinen ersten Einsatz für den VfB Neckarrems hatte Tahir Bahadir, in der Winterpause von Freiberg dorthin ausgeliehen. Das Viertelfinale war für den Waldenbucher "etwas Besonderes", traf er doch auf seinen Heimatklub SV Böblingen. "Mit einigen Spielern wie Tom Talmon Gros, Yannick Toth, Philipp Schneider oder Faruk Korkmaz habe ich immer noch Kontakt." Deshalb hätte er auch gerne gewonnen, nach Neunmeterschießen gab's aber ein 5:6. Gelegenheit zur Revanche bietet sich am 6. März, wenn Neckarrems und Böblingen im ersten Verbandsliga-Spiel nach der Winterpause aufeinandertreffen.

 

Ohne den ruhenden Pol: Ein Bezirksligist überrascht immer im Glaspalast. Im Vorjahr war's der VfL Herrenberg als Vierter, diesmal der TSV Schönaich. Dabei fehlte mit Jonas Sage einer der Hallenspezialisten. Der Kapitän war krank, außerdem stehen für ihn in dieser Woche nach Abschluss seines Studiums gleich zwei Vorstellungsgespräche an. "Es gibt auch noch Wichtigeres als Fußball", stellte Abteilungsleiter Jürgen "Chuck" Lutz fest, "schön, dass es auch ohne ihn mal gut läuft." Das war freilich vor dem skandalträchtigen Halbfinale gegen Freiberg, mit dem ruhenden Pol Jonas Sage wäre das vielleicht nicht passiert.

 

Als Nachzügler weit gekommen: Der SV Heilbronn aus der Bezirksliga Unterland war neben Calcio Leinfelden-Echterdingen der zweite Qualifikant im Achtelfinale. "Wir fühlen uns wie Dänemark bei der EM 1992", schmunzelte Heilbronns Trainer Erkan Acikara. Das Vorturnier am 19. Dezember musste aufgrund der Vereinsweihnachtsfeier schweren Herzens abgesagt werden, als der SV Massenbachhausen seinen Start für den 2. Januar absagte, sprangen die Heilbronner unverzüglich ein. "Innerhalb kurzer Zeit hatte ich 15 Spieler zusammen", so Acikara, "wir haben viele, die auf Kleinfeldturniere stehen." Das zeigte die Mannschaft eindrucksvoll, erst im Neunmeterschießen musste sich der SV Heilbronn Gastgeber VfL Sindelfingen geschlagen geben.

Das Bauchgefühl bestimmt die Ecke

 

Fußball: Tom Talmon Groß von Sieger SV Böblingen wird Torhüter des Turniers, Mark Schildt vom TSV Schönaich Torschützenkönig

 

 

Nicht nur die SV Böblingen durfte bei der 33. Hallen-Gala einen Titel feiern. Auch zwei Auszeichnungen gingen an Spieler aus dem Kreis. Während sich Mark Schildt vom TSV Schönaich die Torjägerkanone krallte, wurde Tom Talmon Gros von der SVB zum besten Torhüter gewählt.

VON MICHAEL SCHWARTZ

BÖBLINGEN. Noch zwei Minuten stehen in der Verlängerung auf der Uhr. Neunmeter für den SGV Freiberg. Wenn der Schütze jetzt trifft, dann ist das Finale der 33. Hallenfußball-Gala wohl entschieden. Doch nicht mit Tom Talmon Gros. Der Torwart der SV Böblingen macht sich ganz groß, hechtet und pariert den Schuss. Entscheidung vertagt. Auch im Neunmeterschießen ist der erst 19-Jährige zur Stelle, hält wie schon im Halbfinale einen Penalty, guckt einen vorbei und einen drüber. Verdiente Belohnung ist die Auszeichnung als bester Torhüter des Turniers.

Tom Talmon Gros ist fast schon ein Glückspilz. Es war sein fünfter Einsatz bei einem Hallenturnier für die SV Böblingen - und viermal durfte auch das Team am Ende den ganz großen Pokal hochhalten. Voriges Jahr hatte der Youngster seinen ersten Auftritt bei den Aktiven und verhalf der Mannschaft zum Titel in Herrenberg. "Ich kann während des Spiels eigentlich wenig zeigen, weil vor mir überragende Leute spielen", bleibt der Keeper bescheiden. "Aber bei der Hallen-Gala bester Torwart zu werden, das ist schon eine tolle Auszeichnung." Nach einem eher schwachen Beginn der Endrunde hatte er das nicht unbedingt erwartet. "Ich wusste schon, dass wir uns ordentlich reinhängen müssen, wenn wir bei den starken Gegnern etwas erreichen wollen."

Genau das tat er auch bei der wohl entscheidenden Szene im Endspiel. "Natürlich hab' ich ein Lieblingseck, aber das werde ich hier natürlich nicht verraten", schmunzelt Tom Talmon Gros. Wohin er beim Neunmeter hechtet, sei pures Bauchgefühl. Und was geht einem jungen Schlussmann in so einer wichtigen Situation durch den Kopf. "Steffen Lauser hat sich voll in den Schuss geworfen, um ein Gegentor zu verhindern. Wenn der so einen Einsatz zeigt, will man das natürlich zurückzahlen." Was der 19-Jährige dann ja auch tat.

Große Ansprüche will er deshalb nicht geltend machen. Allerdings kündigt er an: "Ich will in der Vorbereitung angreifen, Vollgas geben, und zeigen, dass ich auch draußen von Anfang an spielen will." Seine Auftritte bei den Hallenturnieren sind auf jeden Fall eine vorzügliche Visitenkarte.

Die Nummer 10 trifft auch zehn Mal voll ins Schwarze

Auf seinem Trikot prangt die Nummer 10. Genau jene Zahl ist es auch, die bei Mark Schildt vom TSV Schönaich am Ende der 33. Sindelfinger Hallen-Gala bei erzielten Treffern notiert war. Damit wurde der Filigrantechniker bester Torschütze und durfte sich über einen kleinen Glaspokal freuen. "Ich spiele gerne Fußball, egal ob Halle oder nicht", sagt der 22-Jährige. "Drinnen geht es halt viel um Technik, und man kann für die Zuschauer ein bisschen tricksen."

Vor der letzten Partie lag Mark Schildt im Rennen um die Torjägerkanone gleichauf mit dem Freiberger Marius Kunde. Beide hatten bis dahin acht Treffer erzielt. "Wir haben vor dem Spiel nicht gesagt, pass' mir den Ball zu und ich schieß'", lacht er. "Aber ein paar aus dem Team hatten das bestimmt schon im Hinterkopf." Es half. Zwei Treffer steuerte der Offensivmann noch bei und wurde schließlich dafür ausgezeichnet. "Für mich persönlich ist das cool. Auch mit der ganzen Mannschaft hat es heute echt Spaß gemacht. Schade, dass das Freiberg-Spiel ein schlechtes Licht auf uns wirft und das wohl hängen bleibt. Das muss nicht passieren." (siehe Extra-Bericht auf dieser Seite)

Dass er und seine Schönaicher so weit gekommen sind, hat ihn nicht besonders überrascht. Gesundes Selbstbewusstsein und Vertrauen in das Können der Mitspieler nennt man so was wohl. "Ich hab' schon letztes Jahr gedacht, dass wir was erreichen können. Aber da hatten wir das Pech, gegen Nürnberg II zu kommen", erinnert er sich an das frühere Aus. "Dieses Mal waren nicht ganz so hochkarätige Mannschaften dabei." Zwar habe sich der TSV durch die Vorrunde kämpfen müssen, aber dann lief es immer besser. "Heute waren wir oft die stärkere Mannschaft, gegen Sindelfingen die cleverere und gegen Freiberg ein bisschen müde." Platz drei als Bezirksligist ist dennoch aller Ehren wert. Und Mark Schildt muss sich jetzt überlegen, wo sein kleiner Glaspokal zu Hause noch Platz findet.

KRZ-Bericht vom 04.01.2016

Fortuna Böblingen erhält eine Wildcard

SINDELFINGEN (red). Das Hauptfeld der 33. Sindelfinger Hallenfußball-Gala am kommenden Wochenende steht. Die letzten Qualifikanten heißen SpVgg Feuerbach, SV Heilbronn, Calcio Leinfelden-Echterdingen und SV Weingarten, auch die drei Wildcards wurden inzwischen vergeben. Fortuna Böblingen hatte bereits eine Einladung, versäumte aber die rechtzeitige Anmeldung, hat jetzt quasi durchs Hintertürchen noch seinen Platz im illustren Feld bekommen. Genau wie SSV Zuffenhausen und SF Dettingen, die im Vorturnier erst nach Neunmeterschießen die Segel streichen mussten.

SZ/BZ Bericht vom 04.01.2016

Fußball: Die Qualifikation für die Hauptrunde der Hallen-Gala ist beendet / Am Freitag geht es weiter

Ein Hauch von Champions League

Der letzte Qualifikationstag für das Hauptturnier der 33. Hallenfußball-Gala im Sindelfinger Glaspalast ging ohne Mannschaften aus dem Kreis Böblingen über die Bühne. Die letzten vier zu vergebenden Plätze sicherten sich am Samstag die Sportvg Feuerbach, SV Heilbronn, Calcio Leinfelden-Echterdingen und SV Weingarten.

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Trotz der fehlenden Beteiligung aus der näheren Umgebung war der letzte Qualifikationstag stimmungsmäßig einer der besseren. Dafür sorgten in erster Linie die Anhänger des TSV Diedorf (Kreisliga Schwaben-Bayern) und des SC Zienken (Kreisliga B Freiburg), die es sich gemeinsam auf der Tribüne hinter der Turnierleitung bequem gemacht hatten. Wie es der Zufall wollte, trafen die Kontrahenten im ersten K.-o.-Spiel aufeinander und zeigten sich auch hier auf Augenhöhe. Letztlich entschied Diedorf das Duell im Neunmeterschießen für sich.

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Während die genannten Vereine auf den Zuschauerrängen für Stimmung sorgten, zündete der Landesligist Calcio Leinfelden-Echterdingen auf dem Kunstrasen des Glaspalasts ein spielerisches Feuerwerk. Mit nur sechs Feldspielern angereist, gewann der Tabellenführer der Landesliga Staffel 1 dennoch alle fünf Partien. Sehr zur Freude von Christopher Paurevic. Der ehemalige Sindelfinger, seit Saisonbeginn in Diensten der Leinfeldener, musste angeschlagen passen, ist für die Hauptrunde aber zuversichtlich: „Auf meine Initiative hin haben wir uns erst für die Gala angemeldet. Jetzt freue ich mich, wieder hier an alter Wirkungsstätte auflaufen und vielleicht gegen meine ehemaligen Kameraden vom VfL spielen zu können. Und ganz ehrlich: Wenn wir alle Mann an Bord haben, dann werden wir ein Wörtchen um den Turniersieg mitreden können.“

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Ein Hauch von Champions League wehte dank Calcio Leinfelden-Echterdingen durch den Sindelfinger Glaspalast. Trainer Radoslav Kral spielte in der Saison 1997/1998 mit dem damaligen slowakischen Meister 1. FC Kosice in der Königsklasse unter anderem gegen Juventus Turin mit Zinedine Zidane und Manchester United mit David Beckham. „Er ist ein super Trainer“, bestätigte Christopher Paurevic. „Und seinen Erzählungen aus seiner aktiven Zeit zuzuhören, macht unglaublich viel Spaß.“

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Das Tor des Landesliga-Tabellenführers hütete Denis Grgic. Der 1,98 Meter große Schlussmann hatte 2009 in Diensten der A-Junioren des Karlsruher SC den Mercedes-Benz Junior Cup gewonnen und war dabei zum besten Torwart des Turniers gewählt worden. Vor der aktuellen Saison hatte der 24-Jährige eine Vertragsverlängerung beim SSV Reutlingen ausgeschlagen und sich daraufhin Calcio Leinfelden-Echterdingen angeschlossen.

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Am kommenden Freitag rollt bei der Hallenfußball-Gala im Sindelfinger Glaspalast wieder der Ball. Um 17 Uhr beginnt mit der Partie zwischen der Spvgg Holzgerlingen und NAFI Stuttgart das Hauptturnier. Das Finale der 33. Hallen-Gala steigt dann am Sonntag um 19.35 Uhr.

Die Fans des SC Zienken veranstalteten im Glaspalast einen riesen Rabatz. Die Qualifikation zum Hauptturnier der Hallenfußball-Gala gelang dem B-Ligisten (Freiburg) dennoch nicht. Bild: Zvizdiç

SZ/BZ Bericht vom 31.12.2015

Fußball: GSV Maichingen III gelingt die Qualifikation für die Endrunde der Hallen-Gala

Ein Novum in der Turniergeschichte

Am vorletzten Qualifikationsspieltag für das Hauptturnier (8. bis 10. Januar) der Hallenfußball-Gala waren die letzten beiden verbliebenen Kreisvereine im Einsatz. Während der VfL Sindelfingen III im ersten K.-o.-Spiel scheiterte, glückte dem GSV Maichingen III der Sprung ins Hauptfeld.

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Im entscheidenden Neunmeterschießen setzte sich der GSV dank einer Parade von Torwart Andreas Volz gegen die TG Kirchheim durch. Die Freude im Maichinger Lager war nach getaner Arbeit riesengroß. „Vor ein paar Tagen haben sich schon unsere A-Junioren für die Endrunde qualifiziert und uns damit etwas unter Druck gesetzt“, war GSV-Coach Thomas Wohland bestens gelaunt. „Wir wollten unbedingt nachziehen, das hat geklappt. Wir werden das Hauptturnier nun in vollen Zügen genießen.“

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Damit gibt es in der 33-jährigen Geschichte der Hallenfußball-Gala ein Novum. „Mit drei Mannschaften waren wir noch nie beim Hauptturnier vertreten“, bestätigte GSV-Abteilungsleiter Gerd Klauß.

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Trotz des Heimvorteils mussten sich die Maichinger die Sympathien im Glaspalast mit dem unterlegenen Team der TG Kirchheim teilen. Der B-Ligist (Neckar-Fils) befindet sich erst seit vergangenem Sommer im Spielbetrieb und ist eine reine Flüchtlingsmannschaft, hauptsächlich zusammengestellt mit Spielern aus Gambia. Betreut wurde das Team von Sabrina Wohlleben, die ehemals beim FV Vorwärts Faurndau aktiv war. Von ihren Spielern war die ehemalige Oberliga-Kickerin trotz des bitteren Ausscheidens begeistert: „Ich liebe meine Jungs, für die das heute das erste Hallenturnier ihres Lebens war. Schade, dass wir uns nicht qualifizieren konnten. Das wäre eine schöne Erfahrung gewesen, sich mit höherklassigen Mannschaften messen zu dürfen. Sehr gefallen hat mir, wie wir hier im Glaspalast aufgenommen wurden. Nächstes Jahr kommen wir auf jeden Fall wieder.“

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Was dem GSV gelungen ist, hat der Mit-Ausrichter verpasst. Die A-Junioren des VfL Sindelfingen mussten sich in der K.-o.-Phase der klar überlegenen SGM TT Göppingen mit 1:3 beugen. VfL-Coach Ibrahim Karayel und Co-Trainer Jörg „Done“ Körber waren insgesamt zufrieden: „Wir haben uns gut präsentiert, aber für das Weiterkommen waren wir einfach noch zu grün hinter den Ohren und regelrecht eingeschüchtert. Dennoch sind diese Spiele gegen die aktiven Mannschaften unbezahlbar für den Lernprozess unserer Jungs.“

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Die Sindelfinger A-Junioren waren aber nicht das einzige Team des vorletzten Quali-Tages, welches in VfL-Trikots auflief. Der TSV Geiselbullach bemerkte während der Fahrt nach Sindelfingen, dass der Trikotkoffer nicht an Bord war. Ein Anruf bei Siggi Seider sorgte aber für Erleichterung in Reihen des Kreisligisten (Oberbayern). Der VfL-Spielleiter besorgte flugs alte Sindelfinger Trikots. Glück hat der gelb-grün gestreifte Dress den Geiselbullachern aber nicht gebracht: Bereits nach der Gruppenphase war das Turnier für den TSV beendet.

Waren die Publikumslieblinge bei der Hallenfußball-Gala im Sindelfinger Glaspalast: Die Spieler der TG Kirchheim – allesamt Flüchtlinge – und Betreuerin Sabrina Wohlleben (ganz links) scheiterten äußerst knapp an der Qualifikation für das Hauptturnier. Bild: Zvizdiç

SZ/BZ Bericht vom 29.12.2015

Fußball: Die Maichinger qualifizieren sich ohne ein Gegentor / Turnier-Aus für vier andere Kreisteams

GSV IV ist bei der Hauptrunde dabei

Was der eine Gastgeber kann, kann der andere auch. Unter diesem Motto stand der Auftritt des GSV Maichingen IV, der es dem VfL Sindelfingen III gleichtun wollte. Vergangene Woche war dem Team von Kurt Müller der Sprung ins Hauptturnier (8. bis 10. Januar) geglückt. Die GSV-Mannschaft von A-Junioren-Trainer Alfred Mittmann qualifizierte sich in beeindruckender Manier für das große Turnier: ohne Gegentreffer und mit vier Siegen aus fünf Spielen.

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„Die Mischung in der Truppe hat gestimmt“, freute sich Alfred Mittmann nach getaner Arbeit. Den älteren Jahrgang seiner A-Junioren frischte der GSV-Coach mit drei Mann aus dem Fundus der Alten Herren auf. Während vorne die jungen Yannik Schrempf und Edin Dzaferovic wirbelten, hielten hinten die Routiniers Bernd Jauß, Dennis Pfeffer und Martin Fenchel den Laden dicht. Der beste Maichinger an diesem Abend stand jedoch zwischen den Pfosten: Jan-Niklas Heitjans war maßgeblich dafür verantwortlich, dass die Maichinger ohne Gegentor durchs Vorturnier spazierten.

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Ebenfalls einen überzeugenden Auftritt legte die SV Böblingen II hin. Seit Sommer wieder mit einer Mannschaft im Spielbetrieb musste sich die SVB erst im Neunmeterschießen des ersten K.-o.-Spiels dem FC Kirnbach geschlagen geben. Das Trainerduo Marcus Hierlinger und Stefan Ruckaberle war dennoch zufrieden: „Wir haben schwer reingefunden, uns dann aber gesteigert. Die Teilnahme hier im Glaspalast war wichtig, um den Teamgeist weiter zu fördern. Das war die richtige Vorbereitung für das nun folgende eigene Turnier.“

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Bereits in der Gruppenphase erfolgte für den TSV Dagersheim II das Turnier-Aus. Am Ende gab bei jeweils vier Punkten die schlechtere Tordifferenz gegenüber dem SV Ewattingen den Ausschlag. Trainer Michele Zottoli ärgerte sich vor allem über den 3:2-Sieg gegen den TSV Stein. „Wir waren klar besser, aber diese beiden Gegentore waren am Ende entscheidend. Das ist schade, denn schon im vergangenen Jahr sind wir nur knapp in der Gruppenphase gescheitert.“

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Ebenfalls nach den drei Gruppenspielen war für den FV Fortuna Böblingen II Schicht im Schacht. Trotz eines Maikel Boric, der in der Bezirksliga mit 15 Treffern zweitbester Torschütze ist, gelang den Fortunen nur ein Sieg. Mehr als das Ausscheiden ärgerte den Fortunen-Tross aber die Tatsache, dass die Verantwortlichen es verschwitzt hatten, die erste Mannschaft für das Hauptturnier zu melden. „Wir hätten uns nicht einmal qualifizieren müssen, da wir als Bezirksligist gesetzt gewesen wären“, so Maikel Boric.

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Auch der TSV Schönaich II hatte sich seine Teilnahme bei der Hallen-Gala etwas anders vorgestellt. Am Ende stand nach drei Niederlagen und nur einem erzielten Treffer der letzte Platz in der Gruppe zu Buche. „Das war schwach“, sagte Spielertrainer Dominik Becker. Zu allem Überfluss handelte sich Kevin Petralia bei der abschließenden 1:4-Niederlage gegen den FC Kirnbach wegen Schiedsrichterbeleidigung auch noch eine Rote Karte ein.

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Unnachgiebig zeigen sich bislang die Unparteiischen bei der Hallenfußball-Gala. In der bereits entschiedenen Partie zwischen dem GSV Maichingen IV und den Sportfreunden Stuttgart zückte Schiedsrichter Benjamin Haug (Bad Teinach-Zavelstein) drei Sekunden vor der Schlusssirene die Rote Karte gegen Gregor Schwarz. Der Sportfreunde-Torwart hatte im Feld stehend den Ball reflexartig mit der Hand abgewehrt. Während sich die Stuttgarter über die ihrer Meinung nach unnötige Karte echauffierten, berief sich Benjamin Haug auf das Regelwerk.

Die Kicker des GSV Maichingen IV bejubeln ihre Qualifikation für das Hauptturnier bei der Sindelfinger Hallen-Gala im Glaspalast vom 8. bis 10. Januar 2016. Bild: Zvizdiç

SZ/BZ Bericht von 28.12.2015

Fußball: B- und C-Junioren beschließen den Städtecup im Rahmen der Hallen-Gala im Glaspalast

 

VfL gewinnt seinen zweiten Titel

           

Der VfL Sindelfingen hat nach dem Sieg bei den F2-Junioren auch die Konkurrenz bei den B-Junioren gewonnen. Eine Altersklasse drunter sicherte sich die SV Böblingen ihren insgesamt vierten Titel beim diesjährigen Junioren-Städte-Cup im Sindelfinger Glaspalast.

 

An die Form aus der Feldsaison hat der B-Junioren-Nachwuchs des VfL Sindelfingen in der Hallenrunde nahtlos angeknüpft und sich mit vier Siegen den Titel gesichert. Das Team von Alexander Wetsch und Ramon Perez besiegte im entscheidenden Spiel die SV Böblingen mit 2:1. Ramon Perez war sehr zufrieden mit dem Auftritt seiner Jungs: „Wir ernten die ersten Früchte unserer guten Arbeit in den vergangenen Jahren. In der Bezirksstaffel sind wir Erster, und gegen die SVB, die in der Verbandsstaffel spielt, waren wir heute klar besser.“

Die SVB musste sich mit sieben Zählern und Platz zwei begnügen. Punktgleich dahinter, aber mit der schlechteren Tordifferenz, lief der GSV Maichingen auf Rang drei ein. Auch um Platz vier gab die Tordifferenz den Ausschlag: Der TSV Dagersheim (1:12) distanzierte den TV Darmsheim (1:15). Beide Teams hatten einen Zähler auf dem Konto.

Bei den C-Junioren holte sich die SV Böblingen mit zehn Punkten den Turniersieg. Mit sieben Zählern trudelte der GSV Maichingen als Zweiter ein. Der VfL Sindelfingen, der im abschließenden Spiel gegen die SVB (0:1) die Chance auf den Turniersieg vergab, wurde mit fünf Punkten und aufgrund der besseren Tordifferenz Dritter vor dem TSV Dagersheim. Gänzlich ohne Punkt landete der TV Darmsheim auf dem letzten Platz. SVB-Coach Matthias Schöll war nur bedingt zufrieden: „Wir freuen uns über den Sieg, aber nur beim 5:1 gegen den GSV haben wir unsere Klasse gezeigt.“

KRZ-Bericht vom 28.12.2015

Platz eins ist die Kirsche auf der Torte

Fußball: VfL Sindelfingen und SV Böblingen teilen sich die letzten Titel beim Jugend-Städte-Cup

SINDELFINGEN (berg). "Ein guter Schluss ziert alles" dachten sich wohl die B- und C-Junioren beim zweiten und letzten Teil des Jugend-Städte-Cups im Rahmen der Sindelfinger Hallenfußball-Gala. Denn in beiden Altersklassen gab es ein Endspiel um den Turniersieg zwischen Gastgeber VfL Sindelfingen und der SV Böblingen.

Unter den Augen von Sindelfingens Oberbürgermeister Bernd Vöhringer, der wie schon in den vergangenen Jahren mindestens einen Tag als ehrenamtlicher Sanitäter für das Deutsche Rote Kreuz im Glaspalast aktiv ist, stand aber die Spielfreude klar an erster Stelle. "Jeder freut sich, hier kicken zu können", bestätigte dann auch Maichingens B-Jugend-Betreuer Sepp Maier.

 

B-Junioren: 7:1 gegen TV Darmsheim, 4:0 gegen TSV Dagersheim und 2:0 gegen GSV Maichingen - so die beeindruckende Bilanz des VfL Sindelfingen vor dem letzten Spiel gegen Böblingen. Die SVB-Jungs aus der höherklassigen Verbandsstaffel kamen ebenfalls zu deutlichen Siegen gegen Darmsheim und Dagersheim, beim 1:1 gegen den GSV Maichingen aber auch zu einem Unentschieden, so dass dem VfL Sindelfingen ein Unentschieden im direkten Duell ausreichte. Darauf wollte sich das Team von Trainer Alexander Wetsch und Co-Trainer Ramon Pérez aber nicht einlassen, gewann auch das vierte Spiel mit 2:1 und sicherte sich somit verdient den Turniersieg. "Das war ein gutes Turnier von uns, der Sieg ist die Kirsche auf der Torte. Wir sind sehr kompakt gestanden, haben gut verschoben und schnell nach vorne gespielt", so Ramon Pérez, für den der Turniersieg auch kein Zufall ist. "Wir haben einen sehr breiten Kader, und die Disziplin stimmt." Die Sindelfinger B-Jugendlichen sind momentan Erster in der Bezirksstaffel. Somit hatte der Vergleich mit der SV Böblingen auch noch einen zusätzlichen Reiz. "Die Verbandsstaffel ist eine andere Qualität, aber wir waren heute auf Augenhöhe", so Pérez.

"Die Sindelfinger haben das gut gemacht", gratulierte Maichingens B-Jugendtrainer Wolfgang Gurka. Der GSV belegte den dritten Platz nach zwei Siegen, einem Unentschieden und einer Niederlage gegen den VfL Sindelfingen. Mit jeweils einem Punkt nach einem 0:0 im direkten Duell landeten TSV Dagersheim und TV Darmsheim auf den Plätzen vier und fünf.

 

C-Junioren: Vor dem letzten und entscheidenden Spiel um Platz eins hatte die SV Böblingen die eindeutig besseren Karten. Nach einem 5:1 gegen Maichingen, einem 8:0 gegen Darmsheim und einem 0:0 gegen Dagersheim hätte den Böblingern bereits ein Remis gereicht, während der VfL Sindelfingen nach fünf Punkten aus drei Spielen gewinnen musste.

Mit dem 1:0-Siegtreffer in der allerletzten Minute machte die SV Böblingen alles klar und gewann verdient mit zehn Punkten und 13:1 Toren vor dem GSV Maichingen und dem VfL Sindelfingen.

Vierter und Fünfter wurden hier ebenfalls der TSV Dagersheim vor dem TV Darmsheim.

SZ/BZ Bericht vom 24.12.2015

Fußball: Von sechs Kreis-Teams gelingt nur dem VfL Sindelfingen II der Sprung ins Hauptturnier

 

Per Neunmeter-Hattrick ins Glück

           

Am zweiten Qualifikationstag im Rahmen der Hallenfußball-Gala am Dienstagabend waren gleich sechs Teams aus dem Kreis Böblingen im Einsatz. Der Sprung ins Hauptfeld gelang aber nur dem VfL Sindelfingen II. Dabei präsentierten sich die Mannen von Kurt Müller als absolute Neunmeter-Spezialisten. Punkt- und torgleich in der Vorrundengruppe mit dem VfL Oberjettingen, setzte sich der Bezirksligist im Entscheidungs-Neunmeterschießen um den zweiten Gruppenplatz durch. Im darauffolgenden ersten K.-o.-Spiel schaltete Sindelfingen II dann den FC Gärtringen II aus, um dann im entscheidenden Quali-Duell gegen den SSV Zuffenhausen den Neunmeter-Hattrick zu komplettieren. „Schön anzuschauen war das nicht“, war Kurt Müller trotz gelungener Qualifikation nicht zufrieden. „Mit Hallenfußball hatte das wenig zu tun. Doppelpass war heute ein Fremdwort für meine Spieler. Wir hatten Glück, dass die Gegner auch nicht viel besser waren.“

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Während der Spiele hütete Robin Gandetzky das Tor des VfL Sindelfingen II, reichte seine Torwart-Handschuhe für die Neunmeterschießen aber stets an Alexander Wetsch weiter. Der linke Verteidiger des Sindelfinger Verbandsligateams stellt sich während der Hallenrunde schon seit vielen Jahren gerne zwischen die Pfosten und war mit seinen teilweise spektakulären Paraden letztlich auch der Garant für die geglückte Qualifikation. „Robin und ich haben uns abgesprochen. Da es gleich gut geklappt hat, haben wir das bis zum Schluss auch beibehalten“, freute sich Alexander Wetsch.

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Tobias Reichel, Aushängeschild der Schiedsrichtergruppe Böblingen, ließ es sich nicht nehmen, praktisch vor der Haustüre einen Qualifikationsabend zu pfeifen. Der Drittliga-Schiedsrichter des GSV Maichingen hatte noch Florian Steinberg (TSV Münchingen) und Pascal Müller (FV Löchgau) eingeladen. „Das war unser ehemaliges Drittligagespann, mit Florian als Schiedsrichter und Pascal und mir an der Linie“, so Tobias Reichel. „Ich habe die beiden gefragt, ob sie Lust hätten und sie haben sofort zugesagt.“

 

Knapp gescheitert ist in der Gruppenphase der KF Isa Boletini Sindelfingen. Der neu zusammengewürfelten Mannschaft des B-Ligisten gelang nur im abschließenden Spiel gegen den 1. FC Rechberghausen ein Sieg. Isa Boletini-Spielertrainer Nebi Musa nahm das Ausscheiden aber sportlich fair: „Wir haben einige neue Spieler im Kader, die sich kennenlernen sollten. Deswegen war die Teilnahme hier auch wichtig, zumal wir als Sindelfinger Team beim größten Turnier in der Stadt auch dabei sein müssen.“

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Stammgäste im Glaspalast sind in den vergangenen Jahren die Sportfreunde Kayh geworden. Aber auch im dritten Jahr hintereinander scheiterte der B-Ligist vorzeitig und verpasste die Qualifikation. In der ersten K.-o.-Runde unterlag das Team um Spielertrainer Felix Piskai, ehemals beim GSV Maichingen aktiv, dem SSV Zuffenhausen mit 0:2. „Wir verbessern uns jedes Mal, scheiden aber trotzdem aus. Schade, nächstes Jahr versuchen wir es wieder.“ Bereits in der Vorrunde musste der GSV Maichingen II die Segel streichen. Lediglich im letzten Spiel gegen den Türk SC Kornwestheim gelang dem Team um Spielertrainer Timo Klotz ein 3:2-Erfolg.

Sechs AH-Mannschaften, die vielleicht konditionell nicht voll auf dem Damm sind, aber immer noch wissen, wie der Hase läuft: Beim Städtecup im Sindelfinger Glaspalast haben sie feinen Fußball geboten KRZ-Foto: Thomas Bischof

Vierter Advent, AH-Städtecup, Zeit der Legenden. Sechs Fußball-Mannschaften waren im Glaspalast dabei: SV Böblingen, TSV Dagersheim, TV Darmsheim, GSV Maichingen, VfL Sindelfingen und eine illustre Auswahl vom Sportkreis Böblingen. Am Ende siegte Sindelfingen souverän, aber mit Spannungsmomenten unterlegt.

KRZ Bericht von Michael Hutt

SINDELFINGEN. Damit löste der VfL Vorjahressieger TV Darmsheim ab, der dieses Mal nur Fünfter wurde. Man merkte, dass die alten Sindelfinger Herren ihr Heimturnier gewinnen wollten. Dafür hatten sie (fast) das Beste vom Besten aufgeboten: von Aktivencoach Maik Schütt, über den sportlichen Leiter Thomas Dietsche bis zu Denis Gonsior, der vorige Saison noch Kurzeinsätze in der Sindelfinger Ersten hatte. Im Endeffekt war es ein Zweikampf um den Cup zwischen den beiden Veranstaltern VfL Sindelfingen und GSV Maichingen.

Der GSV hatte gleich im ersten Spiel des Abends vorgelegt - 2:0 gegen Dagersheim. Lothar Fritsch, von Haus aus nicht gerade ein Torjäger, hatte den ersten Treffer des Turniers mit der Pike erzielt. Mannschaftskollege Dennis Pfeffer: "Lothar hat sich gedreht wie eine junge Katze und ansatzlos eingenetzt." Auch ihr zweites Spiel gewannen die Maichinger ohne Gegentor - 1:0 gegen die SV Böblingen, Torschütze des Goldenen Tores war Gerd Hummel. Man ahnte: die haben etwas vor.

Auch der VfL gewann sein Auftaktspiel ohne Gegentor. 3:0 lautete das Ergebnis gegen den Sportkreis. Hier spielte VfL-Trainer Maik Schütt gegen seinen Co-Trainer Elvir Adrovic. VfL-Spieler Jörg "Done" Körber mit gespielt schmerzhaftem Gesichtsausdruck wegen mehr oder weniger gravierender Fingerverletzung: "Denen haben wir relativ schnell den Zahn gezogen." Mit gezogenem Zahn gewann der Sportkreis dann sein zweites Spiel, 3:2 gegen den TVD. Fazit von Karaman Erdin, Ex-Profi beim VfB, nach zwei Spielen: "Es läuft noch nicht rund, kann aber noch kommen." So ganz traf es mit Platz vier nicht zu, trotzdem sollte der Sportkreis noch eine entscheidende Rolle beim Turnier der alten Hasen spielen.

Spannung pur nach 20 Uhr. Mit Maichingen und Sindelfingen trafen zwei ungeschlagene Mannschaften aufeinander. Katze Michael Willer hielt dem VfL den 1:0-Sieg fest. Torwartlegende Pedro Ferreira auf der Tribüne: "Da brauch' ich nicht mehr spielen." Den Siegtreffer erzielte Denis Gonsior. "Soll vorkommen", so der Schütze gewohnt verschmitzt lächelnd.

Dann das ewig junge Derby zwischen Darmsheim und Dagersheim, beide bisher sieglos. Punkte konnte man hüben wie drüben also gut gebrauchen. Um es kurz zu machen: Darmsheim siegte 1:0 durch ein Tor von Wolfgang Buck nach einer feinen Doppelpasskombination mit Tobias Lindner, bekanntermaßen Trainer der derzeit etwas glücklosen TVD-Ersten in der Bezirksliga. Ein verdienter Sieg, obwohl der TSV eine Sekunde vor Schluss noch eine Großchance hatte. Spielender Koordinator der Dagersheimer AH ist seit 25 Jahren Rainer Kuppinger, ein paar Jährchen davor Profi-Keeper bei den Stuttgarter Kickers. Kuppinger nach drei Niederlagen: "Bis jetzt läuft's noch nicht so gut. Wir sind ja ein bisschen verwöhnt. In den letzten Jahren waren wir immer unter den ersten Drei, zweimal haben wir sogar gewonnen." Ehrgeizig ist er immer noch, der Rainer Kuppinger. "Das ist schon leicht ärgerlich, weil der letzte Platz droht." Am Ende traf's zu. Trotz immerhin noch eines Sieges (3:1 gegen den Sportkreis). Kleiner Trost für Kuppinger: Das Training am Mittwochabend hat sich herumgesprochen, teilweise sind bis zu 18 Akteure vor Ort. "Wir sind dann allerdings eher eine Hobbymannschaft."

Und die SV Böblingen? Etwas holprig, lange im Rennen, am Ende Dritter mit acht Punkten. Immerhin lieferte Böblingen beim 1:0-Sieg gegen den Sportkreis eines der packendsten Spiele des Abends. Stojan Maric gelang kurz vor Schluss der goldene Schuss. Mario Estasi ließ, auf Rückfrage hin, den Blick etwas außerhalb der Banden des Glaspalastes schweifen. Der Böblinger Ex-Trainer heuerte in dieser Saison beim Landesligisten Young Boys Reutlingen an. "Für mich als neuen Trainer ist es nicht immer ganz einfach. Wir blieben etwas hinter den Erwartungen zurück."

Zurück zum Glaspalast. Böblingen hatte nach drei Spielen alle Ergebnisvarianten durch. Estasi: "Ich habe rumtelefoniert und gemeinsam mit Egbert Schwartz die Mannschaft zusammengestellt. Man denkt immer, man sei so richtig fit, aber auf dem Feld sieht's dann anders aus." Um lachend hinzuzufügen: "Bei so einem AH-Turnier weiß man oft nicht, gegen wen man als nächstes spielt, man ist froh das letzte Spiel überlebt zu haben."

Dem Mann kann geholfen werden. Gegen Ende des Abends kam es zum prestigeträchtigen Duell zwischen Böblingen und Sindelfingen. Es hätte ein entscheidendes werden können. Ein VfL-Sieg und er wäre schon vor seinem letzten Spiel Turniersieger gewesen. Doch die Partie endete 0:0. Sekunden vor der Schlusssirene hatte Denis Gonsior den Turniersieg auf dem Fuß, doch Böblingens Mike Zaglauer entschärfte dessen Granate mit einer echten Glanzparade. Zaglauer ganz lapidar: "Ich kenne doch den Gonsior."

Vor dem letzten Spiel der beiden führenden Mannschaften Sindelfingen und Maichingen stellte sich die Situation dann so dar: Sindelfingen hatte zehn Punkte, Maichingen deren neun. Fazit: Wenn der GSV sein letztes Spiel gegen den Sportkreis verliert, wäre der VfL durch. Schon nach zwei Minuten führte der Sportkreis durch ein Tor von Matthias Schmickl mit 1:0. "Mach' was Großes", schallte es aus dem Sindelfinger Lager in Richtung Elvir Adrovic im Trikot des Sportkreises. Gemeint war natürlich kein Toilettengang, sondern ein Tor. Und Adrovic tat seinem VfL den Gefallen, er erhöhte auf 2:0. Es wurde noch einmal spannend. Quazim Syla verkürzte zwei Minuten vor Schluss auf 1:2, am Ende blieb es aber bei der Maichinger Niederlage, Sindelfingen war verdienter Turniersieger. Luis Almeida vor dem letzten Spiel gegen Darmsheim: "Wir wollen aber ungeschlagen bleiben." Dies geschah in der Tat. 1:1 ging es aus - nur mit dem Turniersieg ohne Gegentor war es damit nix.

U19-Junioren der SV Böblingen gewinnen Turnier der A-Jugend

Eine ganz klare Sache war der Erfolg der Böblinger A-Junioren beim Jugendcup. Vier Siege in vier Spielen sind ein deutliches Statement des SVB-Nachwuchses. Dreimal lautete das Endergebnis allerdings lediglich 2:1, nur in einer Partie des Siegers wurde es deutlich. Der TSV Dagersheim geriet gegen die Böblinger mit 0:4 unter die Räder. Das war letztlich auch entscheidend für den vierten Rang der Dagersheimer, denn auch der Zweite (VfL Sindelfingen) und Dritte (GSV Maichingen) hatte sechs Punkte auf dem Konto - jedoch das bessere Torverhältnis (+4/+2/-5). Ganz ohne Punkte mussten die jungen Kicker des TV Darmsheim die Heimreise aus dem Sindelfinger Glaspalast antreten.

SZ/BZ Bericht vom 22.12.2015 (Philipp Hamann und Edip Zvicdic)

Bereits zum 13. Mal ging im Rahmen der Hallenfußball-Gala im Sindelfinger Glaspalast der AH-Städte-Cup über die Bühne. Im Modus „Jeder gegen Jeden“ war der VfL Sindelfingen dieses Jahr das Maß der Dinge und sicherte sich nach 2003, 2008 und 2012 nun zum vierten Mal den Titel bei den Alten Herren. Damit zog der VfL mit dem TV Darmsheim gleich, der das Turnier ebenfalls vier Mal (2006, 2007, 2010 und 2014) gewonnen hat. Die weiteren Sieger: SV Böblingen (2004 und 2013), TSV Dagersheim (2005 und 2009) sowie der GSV Maichingen (2011).

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2012 hatte der VfL Sindelfingen mit vier Siegen in vier Spielen letztmals den Titel beim AH-Städte-Cup geholt, sich dabei im letzten Spiel gegen den Sportkreis Böblingen aber das einzige Gegentor eingefangen. Das wurmte den ehemaligen VfL-Abwehrchef Michael Willer, der damals wie auch jetzt wieder das Tor hütete. Und wieder musste der langjährige Sindelfinger Kapitän nur ein Mal hinter sich greifen. Der Gegentreffer beim abschließenden 1:1 gegen den TV Darmsheim vermasselte Michael Willers Vorhaben, wie sein ehemaliger Torhüter Pedro Ferreira anno 2008 ohne Gegentor den AH-Städte-Cup zu gewinnen.

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Erstmals mit dabei in Reihen des VfL Sindelfingen waren Maik Schütt, der sich vor allem auf das direkte Duell mit seinem Co-Trainer Elvir Adrovic (Sportkreis Böblingen) freute, sowie Denis Gonsior. Während der VfL-Verbandsligatrainer im Wechsel mit Luis Almeida (zwei Turniertreffer) die Defensive stärkte und auch im Angriff Akzente setzte, beendete der Sindelfinger Stürmer seinen ersten Auftritt bei den Alten Herren als Torschützenkönig. Nach dem souveränen Turniergewinn (drei Siege und zwei Unentschieden) und vier Treffern war Denis Gonsior bestens gelaunt: „Das hat richtig Spaß gemacht.“

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Kai-Uwe Klein war hoch zufrieden mit seinem gelungenen Einstand als spielender VfL-Teamchef. „Ungeschlagen Turniersieger, was will man mehr“, sagte der ehemalige Holzgerlinger Spieler und witzelte danach in Richtung des Sportlichen Leiters Thomas Dietsche und Maik Schütt: „Damit bin ich ab sofort der neue starke Mann beim VfL Sindelfingen.“

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Auf dem zweiten Platz landete etwas überraschend der GSV Maichingen. Die beiden Teamchefs Andreas Schrempf und Peter Henoch liebäugelten im Vorfeld mit der Außenseiterrolle und setzten dementsprechend auf eine starke Abwehr, die auch nur drei Gegentreffer zuließ. Vorne hielt Lothar Fritsch wie zu besten Zeiten die Bälle, und Neuzugang Qazim Syla, Vater von Sindelfingens Verbandsligaakteur Endrit Syla, feierte mit zwei Treffern einen gelungenen Einstand. Mit drei Siegen und damit neun Zählern beendete der GSV das Turnier als Vize. Das Maichinger Trainerduo erkannte die Überlegenheit des Stadtnachbarn neidlos an: „Der VfL war vor allem beim 0:1 im direkten Duell konsequenter und hat letztlich auch verdient das Turnier gewonnen.“

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Egbert Schwartz und Denis Tuksar scharten eine mit sechs ehemaligen Oberliga-Akteuren gespickte Mannschaft um sich, die ihrer Favoritenrolle aber nicht gerecht wurde. Thomas Fritz, Mario Estasi, Frank Sieber und Stojan Maric, dazu im Tor Michael Zaglauer brauchten zwei Spiele, um sich im Glaspalast zu akklimatisieren. Nach zwei Siegen und zwei Unentschieden landete die von Roland „Brauni“ Braun betreute SV Böblingen aber nur auf Rang drei. Letztlich war es die 0:1-Niederlage gegen Maichingen, die den dritten Turniersieg vereitelte. „Dieses Spiel dürfen wir einfach nicht verlieren“, wusste Denis Tuksar um die verpasste Chance.

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Sehr ansehnlich spielte der Sportkreis Böblingen und erzielte wie der VfL Sindelfingen sechs Turniertreffer. Da man aber auch bei den Alten Herren Turniere nur mit einer stabilen Defensive gewinnt, wurde es wieder nichts mit dem ersehnten ersten Glaspalast-Titel für den von Dieter Wünsch gecoachten Sportkreis. Nach zehn Gegentoren schnitt das Team um Kahraman Erdin, Carsten Wagner, Holger Bittmann und Imre Toth mit zwei Siegen und sechs Punkten enttäuschend ab. Zumindest teilte sich Matthias Schmickl mit vier Toren die Torjägerkanone mit Denis Gonsior.

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Seinen überraschenden Vorjahreserfolg konnte der TV Darmsheim nicht wiederholen. Obwohl mit Torhüter Matthias Gann, Martin Laier und Wolfgang Buck reichlich Qualität vorhanden war, landete der TVD nach nur einem Sieg und fünf Punkten nur auf dem fünften Platz. Tobias Lindner, Trainer des Darmsheimer Bezirksligateams, beschmutzte mit seinem Strafstoßtreffer im letzten Spiel des Abends gegen den VfL Sindelfingen Michael Willers weiße Weste, hatte beim Gang zum Punkt aber ein mulmiges Gefühl. „Meinen letzten Neunmeter im Glaspalast habe ich 2008 gegen den SSV Reutlingen verschossen. Dieser Fehlschuss hat uns damals den Einzug ins Endspiel des Hauptturniers gekostet.“

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Als Sechster und damit Letzter der AH-Konkurrenz trudelte der TSV Dagersheim mit nur drei Zählern ins Ziel. Lediglich beim 3:1-Erfolg gegen den Sportkreis Böblingen gelang der Mannschaft um Rainer Kuppinger, Uwe Ayasse und Schlussmann Massimo Campanale ein Sieg. Ansonsten setzte es für den zweimaligen Turniergewinner vier Niederlagen, zum Abschluss eine 1:4-Klatsche gegen die SV Böblingen.

SZ/BZ Bericht vom 21.12.2015

Fußball: Für die Jugend-Länderspiele von Timo Baumgartl bekommt der GSV Maichingen 4200 Euro

Ein Hauch von Bundesliga beim Städtecup im Glaspalast

Hoher Besuch beim Junioren-Städtecup im Sindelfinger Glaspalast: Timo Baumgartl, Bundesliga-Profi beim VfB Stuttgart, schaute aus besonderem Grund an alter Wirkungsstätte vorbei. Für die Länderspieleinsätze ihres früheren Jugendspielers erhielt die Jugendabteilung des GSV Maichingen vom DFB eine Bonuszahlung für leistungsorientierte Nachwuchsförderung. Den Scheck übergab der WFV-Verbandsjugendleiter Michael Supper. Der Betrag in Höhe von 4200 Euro richtete sich nach den Einsätzen Timo Baumgartls in verschiedenen Jugend-Nationalmannschaften. Der heute 19-Jährige wechselte in der C-Jugend zum SSV Reutlingen, ein Jahr später dann zu den B-Junioren des VfB Stuttgart (Bericht folgt). Auf dem Bild (von links): WFV-Verbandsjugendleiter Michael Supper, Werner Klauß, Jochen Kienle, Gerd Klauß, WFV-Verbandsjugendspielleiter Mario Krkac, Timo Baumgartl, Wolfgang Gurka, Wolfgang Klemm, Horst Klauß. – edi –/Bild: Zvizdiç

SZ/BZ Bericht vom 21.12.2015

Sportpolitik: Bei der Hallenfußball-Gala rollt der Ball unter dem jetzt dichten Hallendach, derweil läuft die Vorbereitung für neue Großveranstaltungen und den zweiten Bauabschnitt

Halbzeit auf der Baustelle Glaspalast

Das Gröbste scheint überstanden und trotzdem ist erst Halbzeit. So in etwa geht es Claus Regelmann und dem Glaspalast-Verein. Das Dach ist nach dem Mammut-Baustellen-Jahr dicht. Wann es an den zweiten Bauabschnitt geht, ist noch nicht entschieden. Aber auch hier wird es im Sindelfinger Sporttempel tiefe Einschnitte geben. In der Rudolf-Harbig-Straße geht es mal wieder Schlag auf Schlag. Auf dem frisch verlegten Kunstrasen hetzen Mannschaften wie Radnik Sindelfingen oder Margertshausen jedem Ball hinterher und hoffen, auch am Finalwochenende vom 8. bis 10. Januar noch im Rennen zu sein. Doch hinter der Bürotüre plant Claus Regelmann mit seinem Team vom Verein zur Pflege und Förderung des Sports im Glaspalast bereits noch Größeres als Deutschlands größtes Amateur-Fußballturnier. Beispiele: Die Stars von morgen scharren schon mit den Hufen, um am 5. und 6. Januar beim Mercedes-Benz Junior Cup vor vollem Haus zu spielen. Europas Dart-Elite hat sich längst angekündigt und wirft im September auf die Triple-Zwanzig und um Ruhm, Ehre und Preisgeld. Außerdem gelang es, eine weitere prestigeträchtige Veranstaltung an Land zu ziehen: Im Mai geht es im Sindelfinger Glaspalast um die Weltmeisterschaften im Kickboxen. Es gibt allerdings auch ein paar Abstriche: So fällt 2016 das europäische Judoturnier aus, weil der internationale Verband dieses mitten in die baden-württembergischen Sommerferien legen wollte und der Landesverband zu diesem Zeitpunkt nicht genügend ehrenamtliche Helfer garantieren kann. Auch den Kempa Cup wird es nicht geben – so wie immer in den olympischen Jahren, weil es zwischen dem Großturnier und dem Bundesligastart zu wenig Zeit für dieses hochkarätige Handballturnier gibt. Dabei wackelt gerade das Handballturnier sowieso gewaltig: „Es war zuletzt für uns einfach nicht wirtschaftlich. Die Vorstellungen der Vereine haben das Machbare gesprengt“, sagt Claus Regelmann. Um genau das geht es unterm Strich und unterm Hallendach: Die Veranstaltungen müssen sich rechnen und das Geld für Unterhalt und Trainingsbetrieb reinholen. Die Zahlen dazu, die der Geschäftsführer des Glaspalast-Vereins zusammen mit seiner rechten Hand Uwe Dieterich Jahr für Jahr dem Sindelfinger Gemeinderat vorlegen, sprechen für sich. 2015 stand ganz klar im Zeichen der Dachsanierung – und trotzdem gab es satte fünf Großveranstaltungen vom Junior Cup zu Jahresbeginn bis zum Taekwondo-Park-Pokal im Herbst. Wenn es mal nicht ganz nach Baustellenplan lief, lag das meist an äußeren Umständen, die sich kaum beeinflussen lassen. So zum Beispiel an ein paar so ungebetenen wie unangenehmen Gästen. Eine Handvoll Jugendliche hatten während der Bauphase etliche Farbeimer umgeschüttet, Feuerlöscher aus den Verankerungen gerissen, dessen Schaum verteilt und einen Schaden von rund 10 000 Euro angerichtet. Die Vandalen waren schnell geschnappt, weil sie zufällig ausgerechnet den Katakombengang als Fluchtweg wählten, in dem Videokameras installiert sind. Die Bilanz für 2014, also für das letzte Jahr, bevor die Handwerker einzogen: 104 Veranstaltungstage stehen für einen neuen Rekord. In der Arena gab es 120 Trainingstage – fast alle in der Wintersaison bis zu den Osterferien. Die Aufwärmhalle war das ganze Jahr über belegt und sah genau wie das Judo-Dojo 220 Trainingstage. Im Otto-Welker-Saal, also dem ehemaligen Spiegelsaal, gab es 160 Trainingseinheiten. In der Wintersaison hatte der Glaspalast über 1500 Trainingsgäste. Jetzt, nachdem die letzten Köpfe der Dachstreben festgeschraubt sind, gewinnt der Betrieb unterm Hallendach wieder enorm an Tempo. Die Veranstaltungen sollen auch künftig wieder weit über das rein Sportliche hinaus gehen. Musik-Konzerte wie von Silbermond zum 750-jährigen Stadtjubiläum 2013 oder die Simple Minds World Tour 2003 bleiben noch heute haften und sind leuchtende Beispiele für das, was in Sindelfingen alles möglich ist. Dazu kommen reihenweise Firmenevents oder die Kinderspielstadt Simsalon, die nächstes Jahr in den Herbstferien aufgebaut wird. Das alles ist eine Menge Holz, weshalb der Glaspalast-Verein dankbar ist, dass der Gemeinderat eine dringende Bitte erhörte: Auch weil sich beim Personal wegen des Dauereinsatzes 644 Überstunden und 35 Resturlaubstage angehäuft haben, wächst die Mannschaft um einen weiteren Haustechniker an. Eine Hälfte der Kosten übernimmt die Stadt, die andere der Verein, der noch mehr Gewinn aus Veranstaltungen ziehen will, die Grundmieten um fünf Prozent erhöht und Einsatzzeiten des neuen Mitarbeiters Veranstaltern anrechnen will (die SZ/BZ berichtete). Claus Regelmann: „Wir haben noch niemanden eingestellt. Derzeit laufen die Bewerbungsgespräche.“ Mit der rund sieben Millionen schweren Investition ins Hallendach, dessen Oberlichtverglasung von innen verdunkelt werden kann und erheblich bessere Energiewerte aufweist, haben Stadt und Stadträte ein Bekenntnis zum Sindelfinger Sporttempel unterschrieben. Die erste Hürde ist genommen – die zweite wird jedoch kaum kleiner. Denn beschlossen ist, dass die Handwerker und Bauarbeiter zurückkommen. Das Sanierungspaket ist insgesamt über 13 Millionen Euro teuer, erst etwa die Hälfte davon ist ausgegeben. Im zweiten Bauabschnitt geht es an die Glasfassade und ans Innenleben, an Büro- und Lagerräume, an die Umkleiden, die Sanitäranlagen, an die Haustechnik oder den Catering-Bereich, der umgebaut, ausgebaut oder verlagert werden könnte. Wann diese Baustelle eingerichtet wird, ist noch nicht entschieden. „Wir hoffen sehr, dass das möglichst zeitnah geschieht. Am besten, es wird 2016 geplant und 2017 umgesetzt“, sagt Claus Regelmann, bevor er die Akten ordnet und sich wieder um die Gegenwart und die nahe Zukunft kümmert: Am morgigen Dienstag geht die Hallenfußball-Gala in die nächste Runde. Dann sind es unter anderem der VfL Sindelfingen II, der GSV Maichingen III, Isa Boletini Sindelfingen, der FC Gärtringen II, die Sportfreunde Kayh oder der VfL Oberjettingen, die um den Einzug ins Finalwochenende spielen. Der Ball rollt und die Räder drehen sich schnell im Sindelfinger Glaspalast.

Claus Regelmann steigt dem Glaspalast aufs Dach – und plant für die kommenden Jahre schon wieder Großes. Zum Beispiel im sportlichen Bereich die WM im Kickboxen, aber auch den zweiten Bauabschnitt der Sanierung. Bild: Zvizdiç

SZ/BZ Bericht vom 21.12.2015 (Edip Zvicdic)

Fußball: Der 21. Junioren-Städtecup im Rahmen der Hallen-Gala ist mit E- und D-Junioren gestartet

GSV und SVB holen die ersten Titel

Die D-Junioren des GSV Maichingen (grün) und die E-Junioren der SV Böblingen (blau) heißen die ersten Sieger beim diesjährigen Junioren-Städtecup im Rahmen der Hallenfußball-Gala im Sindelfinger Glaspalast. Bild: Zvizdiç

Der GSV Maichingen bei den D-Junioren und die SV Böblingen bei den E-Junioren haben sich beim 21. Junioren-Städtecup im Sindelfinger Glaspalast die ersten Titel gesichert.

Bei den E-Junioren war die SV Böblingen mit zwölf Punkten aus vier Spielen das Maß der Dinge. Entsprechend zufrieden war SVB-Coach Martin Walser nach dem gelungenen Coup: „Hier im Glaspalast zu gewinnen ist immer etwas Besonderes. Wir haben uns mit großer Begeisterung den Titel gesichert.“ Den zweiten Rang belegte mit neun Zählern der VfL Sindelfingen, der sich nur gegen die SVB mit 0:2 geschlagen geben musste. Den dritten Platz sicherte sich mit sechs Punkten der GSV Maichingen. Den Kampf um Platz vier entschied der TV Darmsheim mit einem 2:0-Sieg gegen den punktlosen TSV Dagersheim für sich.

Eine noch klarere Angelegenheit war die Konkurrenz bei den D-Junioren. Ohne Gegentreffer bei 14 geschossenen Toren gewann der bereits im Vorfeld klar favorisierte GSV Maichingen alle vier Partien. „Das ist in all den Jahren bereits der vierte Titel für meine Mannschaft beim Städtecup“, freute sich GSV-Trainer Giuseppe Vella. „Dennoch wurden wir vor allem von der SVB und dem VfL gefordert, konnten also nicht mit Halbgas spielen.“ Hinter den Maichingern lief die SV Böblingen mit neun Zählern auf Platz zwei ein, gefolgt vom VfL Sindelfingen mit sechs Punkten. Wie bei den E-Junioren duellierten sich auch eine Altersklasse höher der TV Darmsheim und der TSV Dagersheim um Rang vier. Hier setzte sich der TSV mit einem 4:0 im direkten Duell durch. Die Darmsheimer belegten punktlos den fünften Platz.

SZ/BZ Bericht vom 21.12.2015 (Edip Zvicdic)

Fußball: Großes Hallo zum Auftakt der Hallenfußball-Gala im Glaspalast – unter anderem mit einem Schafhausener Team voller Maichinger

Wiedersehen mit alten Bekannten

Mit einem 1:0-Sieg des TSV Höfingen gegen den VfB Reichenbach ist am Samstag Punkt 9.30 Uhr die 33. Hallenfußball-Gala im Sindelfinger Glaspalast gestartet. Was die Schiedsrichterbesetzung anbetrifft, geriet das erste Spiel zur Chefsache. Kurt-Heinz Kuhbier (TV Darmsheim), Obmann der Schiedsrichtergruppe Böblingen, leitete die Auftaktpartie, und wechselte sich danach mit Miriam Dreher und – trotz Rippenbruchs – Frank Böttcher (beide SV Rohrau) ab. Letzterem kam die zweifelhafte Ehre zuteil, die erste Rote Karte der diesjährigen Gala zu zücken. Die bekam nach Schiedsrichterbeleidigung Adem Isik vom VfR Achern unter die Nase gehalten.

Aus Kreissicht waren am ersten Turniertag gleich fünf Vereine im Einsatz, zwei davon qualifizierten sich für das Hauptturnier. Der TSV Höfingen setzte sich im entscheidenden Spiel mit 5:4 nach Neunmeterschießen gegen den TuS Aschaffenburg-Leider durch. Selbiges gelang dem TSV Schafhausen, der sich ebenfalls im Neunmeterschießen gegen den SSV Margertshausen mit 4:2 durchsetzte. Gescheitert sind hingegen der TSV Flacht bereits in der Gruppenphase sowie der TV Darmsheim II und der FV Radnik Sindelfingen in der ersten K.-o.-Runde.

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Mit acht ehemaligen Maichinger Spielern im Kader gelang dem TSV Schafhausen erstmals der Sprung ins Hauptturnier. Zum gefeierten Mann avancierte dabei Matthias Knebel. Der Tausendsassa im Schafhausener Tor entschärfte im entscheidenden Neunmeterschießen drei Versuche der Margertshausener. Jetzt freuen sich die ehemaligen GSV-Akteure auf das Hauptturnier. Unisono hieß es: „Die Krönung wäre ein Spiel gegen unseren ehemaligen Verein.“ Schafhausens Co-Trainer Damir Tkalec war mit dem Auftritt sehr zufrieden: „Letztes Jahr sind wir im ersten K.-o.-Spiel rausgeflogen. Dieses Mal sind wir das Ganze ernster angegangen. Wir wollten am Final-Wochenende dabei sein, das ist uns gelungen.“

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Raus mit großem Applaus hieß es für den TV Darmsheim II. Gegen den SSV Margertshausen war in der K.-o.-Phase Endstation. Dennoch sorgte der Darmsheimer Tim Schneider für das Highlight des ersten Turniertages. Mit einem sensationellen Fallrückzieher genau in den Torwinkel erzielte der Offensivspieler das 1:2 aus Sicht des TVD. Allerdings fiel der Anschlusstreffer eine Sekunde vor der Sirene, sodass eine Aufholjagd nicht mehr möglich war. Den Beifallssturm aller Zuschauer hatte sich Tim Schneider allemal verdient. Darmsheims Teambetreuer Hielke Feenstra trauerte der großen Chance nach: „Nach der überragenden Gruppenphase ärgert uns das Ausscheiden. Es war definitiv mehr drin.“

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Achtbar aus der Affäre zog sich der FV Radnik Sindelfingen. Der B-Ligist erreichte ungeschlagen die K.-o.-Phase, musste sich hier aber der klar überlegenen U23 des SGV Freiberg mit 0:3 geschlagen.

SZ/BZ Bericht vom 19.12.2015 (Philipp Hamann)

Sport-Kommentar: Ein Hoch auf das Ehrenamt

Fußball: Wenn heute Vormittag der VfB Reichenbach und der TSV Höfingen das Eröffnungsspiel bei der Hallen-Gala im Glaspalast bestreiten, haben die fleißigen Helfer von VfL Sindelfingen und GSV Maichingen den ersten Arbeitstag schon hinter sich. Blau-Weiß und Grün-Weiß sind seit jeher für die Aufstellung der Banden verantwortlich. Das ist keine Kleinigkeit. 16 Freiwillige werkelten gestern von 8 bis 16 Uhr im Glaspalast. Dabei waren auch einige Spieler der Sindelfinger Verbandsliga-Mannschaft wie Mittelfeldmotor Oliver Glotzmann. Ohne diesen ehrenamtlichen Einsatz wäre ein Turnier dieser Größenordnung nicht zu stemmen. Schließlich kümmern sich der VfL und der GSV an den insgesamt neun Spieltagen bis Sonntag, 10. Januar, von der Bewirtschaftung bis zur Turnierleitung um alles rund um das runde Leder. Sportlich sind VfL Sindelfingen und GSV Maichingen Konkurrenten, doch bei der Hallen-Gala machen sie gemeinsame Sache. Das ist vorbildlich und zeigt, dass man zusammen etwas Großes auf die Beine stellen kann. Den beiden Vereinen gebührt ein großes Lob für ihren unermüdlichen ehrenamtlichen Einsatz.

Ohne sie würde es die Hallen-Gala und damit auch den Mercedes-Benz Junior Cup schon lange nicht mehr geben, und das wäre für den frisch renovierten Glaspalast ein großer Verlust und für die Sportstadt Sindelfingen jammerschade.

Der harte Kern der Gala-Aufbauhelfer (von links): Sepp Fink, Gerd Franz, Bruno Krämer, Sepp Meier, Siggi Seider, Helmut Wagner, Rolf Klotz, Peter Klotz. Bild: Zvizdiç

SZ/BZ Bericht vom 19.12.2015 (Edip Zvizdic)

Fußball: Das Turnier beginnt heute um 9.30 Uhr / Vorfreude bei VfL Sindelfingen und GSV Maichingen

Großer Einsatz vor der Gala

„Keine Sorge, alles ist dicht.“ Glaspalast-Geschäftsführer Claus Regelmann hat die Bedenken vor dem heutigen Start der 33. Hallenfußball-Gala im Sindelfinger Sporttempel zerstreut. Der Rasen im Glaspalast ist ausgerollt, rund zwölf Tonnen Gummigranulat verstreut und die Bande steht dank der ehrenamtlichen Helfer der beiden Ausrichtervereine VfL Sindelfingen und GSV Maichingen seit gestern Nachmittag ebenfalls. „Das Turnier kann kommen, wir sind bereit“, herrscht bei VfL-Spielleiter Siggi Seider und der restlichen Helferschar bereits Vorfreude auf die heute um 9.30 Uhr beginnende 33. Hallenfußball-Gala. Zumal auch die weiteren Rahmenbedingungen passen, denn der erste Bauabschnitt, die Dachsanierung des Glaspalasts, ist so gut wie beendet. „Es ist alles so weit abgedichtet, einige wenige Stellen provisorisch“, bestätigte Claus Regelmann. „Das Wichtigste aber ist, es wird nicht reinregnen.“ Die Begeisterung beim Glaspalast-Geschäftsführer über die Hallenfußball-Gala war auch noch nie so groß wie dieses Mal: „Ich freue mich noch mehr als sonst schon, da das Turnier die Baustelle ablöst.“  Für Claus Regelmann ist die Hallenfußball-Gala ohnehin etwas ganz Besonderes. „Wir haben zwar weitere größere Veranstaltungen wie zum Beispiel das Dart-Turnier, aber die Gala-Endrunde und der Junior Cup sind seit jeher das erste Highlight des Jahres. Dieser Kunstrasen gepaart mit der Bande und der Leichtathletik-Laufbahn drumherum schaffen eine Stadion-Atmosphäre.“ Bereits am Donnerstagabend leisteten die ehrenamtlichen Helfer des GSV Maichingen die Vorarbeit und legten die nummerierten Bandenteile zurecht, während zeitgleich der nagelneue Kunstrasen ausgelegt wurde. Am gestrigen Freitag machten sich die beiden Ausrichtervereine dann gemeinsam an den Aufbau der Bande. Hinzu gesellten sich mit Oliver Glotzmann, Roberto Klug, Mahmut Yorulmaz, Raphael Molitor und Dominik Pretz auch Akteure der ersten Mannschaft des VfL Sindelfingen. „Ein feiner Zug von den Jungs“, lobte auch Siggi Seider. Vielleicht ein gutes Omen für den VfL, der das eigene Turnier im Glaspalast noch nie gewonnen hat. Die Chancen dazu standen wie auch für den GSV Maichingen selten besser, denn mit nur drei Oberligisten im Hauptturnier ist das Teilnehmerfeld so schlecht besetzt wie noch nie in 33 Jahren Gala-Geschichte. Werner Klauß, langjähriger Abteilungsleiter des GSV und mittlerweile zuständig für Sponsoring und Veranstaltungen, kennt die Gründe: „Die Europameisterschaft in Frankreich ist schuld. Dadurch verkürzt sich bei vielen Vereinen die Winterpause, so dass uns einige Hochkaräter absagen mussten.“ Sorgen um das Turnier müsse man sich trotz dieses Mal auch nur 112 Teams in der Qualifikation aber keine machen: „Uns fehlen zwei Spieltage mit 32 Mannschaften. Das wird aber nächstes Jahr schon wieder anders aussehen.“

SZ/BZ Bericht vom 18.12.2015 (Philipp Hamann) 

Fußball: Der VfL Sindelfingen will bei der Hallen-Gala im Glaspalast mindestens das Achtelfinale erreichen / Turnierstart auch in Herrenberg und Böblingen

Maik Schütt hängt die Latte hoch

Ab morgen rollt im Glaspalast wieder der Ball. Die Vorrunde der traditionellen Hallen-Gala beginnt. Co-Veranstalter VfL Sindelfingen greift erst bei der Hauptrunde am 9. und 10. Januar ins Geschehen ein. Dann aber mit einer klaren Vorgabe. 32-mal probiert, 32-mal ist nichts passiert. Die Sindelfinger Fußballer sind freundliche Gastgeber. Noch nie konnten die Blau-Weißen ihr eigenes Turnier gewinnen. Kleiner Trost für den VfL: Auch Mit-Veranstalter GSV Maichingen konnte sich noch nicht in die Turniersiegerliste eintragen. Geteiltes Leid ist halbes Leid. Im vergangenen Januar, bei der 32. Auflage des Traditionsturniers stellte sich der VfL selbst ein Bein. Im ersten Zwischenrundenspiel kassieren die Sindelfinger eine deftige 0:3-Niederlage gegen den TV Zuffenhausen. Der Anfang vom Ende aller Hoffnungen. „Diese Partie haben wir verschlafen und vergaben darüber hinaus auch noch zwei Neunmeter“, sagte Maik Schütt damals. In diesem Winter soll zumindest der Sprung ins Achtelfinale gelingen. Maik Schütt: „Wir wollen uns auf jeden Fall verbessern.“ Bei der Hallen-Gala war der VfL-Coach einst auch als Spieler mit TuS Metzingen dabei. Doch auch damals war früh Schluss für Schütt und Co. „Die Gala ist ein ganz besonderes Turnier, das sehr gut organisiert ist“, sagt der Sindelfinger Trainer. Der VfL spielt auch die Hallenturniere in Herrenberg (27. bis 29. Dezember) und Böblingen (30. Dezember, 2. und 3. Januar). Dort ist der VfL Titelverteidiger. Maik Schütt: „Die Punkterunde in der Verbandsliga hat Vorrang, doch wir wollen die Hallenturniere auch mit dem nötigen Ehrgeiz angehen.“ Das gilt auch für Alexander Wetsch. Der Außenbahnspieler wird beim Turnier in Herrenberg wieder das Tor hüten. „Er hat großen Spaß daran und hat seine Sache im Vorjahr auch sehr gut gemacht“, sagt sein Trainer. Es gibt aber auch Spieler im VfL–Kader, die auf die Hallenrunde ganz verzichten. Kevin Schuster und Martin Frick. Kapitän Daniel Kniesel und Oliver Glotzmann spielen nur bei der Gala. Youngster Endrit Syla brennt dagegen auf den Budenzauber. Maik Schütt: „Er hätte am liebsten gar keine Trainingspause eingelegt.“ Deshalb spielte er auch am vergangenen Sonntag für den VfL Sindelfingen II im Bezirksliga-Kellerduell beim TSV Dagersheim und erzielte prompt zwei Treffer zum 2:2-Endstand. „Endrit hat sich durch seine offene Art sehr gut in den Verein integriert“, sagt der VfL-Trainer.Auf Endrit Syla setzt Maik Schütt auch in der Verbandsliga-Rückrunde: „Wir müssen dort besser spielen als in der Vorrunde und immer an unser oberes Limit gehen.“ So wie beim klaren 3:0-Erfolg Ende November gegen den damaligen Verbandsliga-Spitzenreiter TSV Ilshofen und kurze Zeit danach auch beim 1:0-Auswärtssieg in Nagold. Nach diesen beiden Erfolgen fehlen den Blau-Weißen nur noch zwei Punkte auf Relegationsplatz zwölf und dem sicheren Rang elf.Gewinnen die Blau-Weißen am 27. Februar ihr Nachholspiel beim Tabellenvorletzten TSV Berg, gelingt der Sprung über den Strich. Doch das ist Zukunftsmusik. Zunächst steht die Hallenrunde an, mit der Gala im Glaspalast als Höhepunkt. 2006 erreichte der VfL Sindelfingen schon mal den dritten Platz. Eine Wiederholung dieses Ergebnisses wäre für die Blau-Weißen ein großer Erfolg. Den Turniersieg im Glaspalast dürfen dann wieder die anderen Teams ausmachen. Schließlich will der VfL Sindelfingen das sein, was er schon seit 32 Jahren ist: ein großzügiger Gastgeber.

Info

Am Freitag, 22. Januar beginnt der VfL Sindelfingen die Vorbereitung auf die Verbandsliga-Rückrunde. Am 27. Februar geht es dann zum Nachholspiel gegen den TSV Berg.

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